Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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mit ihm: der arme junge Mann ſcheint auf der Fol⸗ ter zu ſitzen; er iſt dem Weinen nahe; an dieſe Abendunterhaltung wird er wohl lange denken.

Blagnard ſpricht ſehr eifrig mit Jenneville, der ihm aufmerkſam zuhorcht. Frau von Remonde gewinnt Herrn Melino das Geld ab, und achtet unterdeſſen nicht auf mich. Es iſt nahe an Mitternacht; auf, fort! ich habe übergenug.

Welcher Unterſchied zwiſchen dieſer Abendunter⸗ haltung und auch nur einer Stunde bei Auguſtine!

Beim Fortgehen von der Frau von Remonde meine

ich den ganzen Werth der Frau von Luceval beſſer zu empfinden; aber nein, es bedarf, um ſie gehörig zu würdigen, dieſer Vergleichung nicht einmal; ihr

Wiederſehen wird ein Feſt für mich ſein, ſo wie man

nach einem Gewitter die Schönheit des Sonnenſcheins beſſer fühlt.

Meine Pförtnerin übergibt mir einen Brief, an deſſen Handſchrift und Orthographie ich ſehe, daß er von Ninie iſt; was will ſie denn noch von mir?

„Mein Freund, denn ſe habe mer geſagt, ſe ſeie es, bſuche Se mi doch, ich, bitte ſe, ich bin Adolf wieder begegnet; er fiehrt ſe ſähr ſchlecht gegen mi auf; J brauch ihren Rat. Ihre freunden Ninie.“

Ich ſtecke das Billet in die Taſche mit dem Vor⸗ ſatze, das Mädchen zu beſuchen; aber bald verſchwin⸗ det ihr Andenken aus meinem Gedächtniß, und bloß an das Glück, Auguftinen zu beſuchen, denkend, ſchlum⸗ mere ich ein.

Sobald am folgenden Tage die Stunde es mir