100
erlaubte, meinen Beſuch bei der Frau Luceval zu machen, machte ich mich auf den Weg nach der Bou⸗ cherat⸗Straße. Vor meiner Thüre begegne ich Du⸗ bois; er will mich veſuchen, allein ich habe keine Zeit, mich aufzuhalten.
„Du gehſt aus!“ ſagt er. „Ja, ich muß eilen. „Nun! macht ſich Deine Prinzeſſin immer noch
ſo koſtbar 2... „Es iſt eine herrliche, verehrungswürdige Frau! ich gehe gerade zu ihr „Es geht alſo jetzt gut.. ſie hat nachgegeben...“ „Ich will es Dir ein ander Mal erzählen.“ „Ei, Paul! ſuche doch Zenobie unterzubringen...“ Ich bin bereits weit weg von Dubvis; auf Flügeln gelange ich zur Frau Luceval. Sie empfängt mich mit einem Lächeln, das nur ihr eigenthümlich iſt. „Ich erwartete Sie mit ungeduld,“ ſagte ſie zu mir. Sie erwartete mich!... und es iſt doch noch nicht Mittag!... Darf ich dieſe Sehnſucht nach mir nicht für eine gute Vorbedeutung halten?*.. Ich bin ihr alſo nicht mehr gleichgültig, denn man er⸗ wartet Jemand, für den man nichts empfindet, nicht mit Ungeduld. In einer Sekunde kamen mir alle vieſe Gedanken, und ich ſetzte mich neben ſie hin. „Nun! geſtern haben Sie bei der Frau von Re⸗
monde geſpeist?“ „Ja, Madame, weil Sie mich dazu veranlaft
haben.“ 8 „Haben Sie ſich gut unterhalten? waren vielt


