Freitags Geſellſchaftstag bei mir iſt, ſo trifft man mich Morgens zwiſchen elf und zwölf Uhr auch an den andern Tagen.“
Ich mache eine tiefe Verbeugung vor ihr, die ſie nach Belieben auslegen kann; wir befinden uns im Salon, wo bereits eine zahlreiche Geſellſchaft anwe⸗ ſend iſt, und ich ſchmeichle mir, Frau von Remonde werde mir das Vergnügen machen und ſich nicht mehr mit mir beſchäftigen. Armer Jenneville! dieß alſo iſt die Frau, die Du anbeteſt!... über deren Sprö⸗ digkeit zu ſiegen Dich ſo viele Mühe koſtete!... Un⸗ erachtet ich dieſe Laune nicht begreife, kann ich mir doch nicht verhehlen, daß ich die Eroberung der ſchö⸗ nen Herminie gemacht habe, und wahrlich, ich habe ſie nicht geſucht!“
Ich ſehe Jenneville ſich ihr nähern, er ſpricht ei⸗ nen Augenblick mit ihr, ſie antwortet ihm mit ge⸗
bieteriſcher Miene, wovon ich bloß die Worte unter⸗ ſcheiden kann:„Es muß ſein, ich will es, es ſoll ſein!“ dann entfernt ſie ſich von ihm und widmet ſich ihrer Geſellſchaft. Ich näherte mich Jenneville, begierig, ob er noch immer in ſeine Schöne ſo ver⸗ liebt iſt.
„Nun, mein lieber Jenneville 2..
„Nun, mein lieber Deligny?.. „Wir haben uns ſchon geraume i nicht mehr geſehen?“
„Sie find gar nicht zu finden, aber hoffentlich wiz man Sie jetzt öfter ſehen; Herminie findet Sie,
wie ſie mir eben ſagt, ſehr liebenswürdig; ſie weiß,


