Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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88 ſuchen darf, und in dieſer Hoffnung werde ich auch heute nicht viel Langeweile bekommen.“

Die Frau Luceval ſcheint über meine Bereitwil⸗ ligkeit, bei der Frau von Remonde zu diniren, höchſt erfreut, was ich nicht begreife, aber ich bin beglückt, ihr etwas zu Gefallen zu thun. Ich verabſchiede mich von ihr; ſie verlangte von mir ſelbſt das Verſpre⸗ chen, daß ich am folgenden Tag wieder komme.. Mein Beſuch macht ihr alſo wirklich Vergnügen, und doch darf ich mit ihr von keiner Liebe reden... O! wir wollen ſehen.

Da ich durchaus bei der Frau von Remonve diniren ſoll, ſo will ich meine Toilette machen. Welche ſon⸗ derbare Laune kann die Frau von Luceval bewegen, mich zu erſuchen, in dieſes Haus zu gehen? Sie meint es vielleicht gut mit mir. Sie ſieht wohl ein, daß ich ſie liebe, daß ich mich nur mit ihr beſchäf⸗ tige, und ſie will haben, daß ich in Geſellſchaften gehe, um mir jenes Gefühl, das ſie nicht anfeuern will, aus dem Kopf zu ſchlagen. Ach ja, dieß iſt ohne Zweifel ihr Beweggrund, allein ſie mag mich zu Andern ſchicken, wie ſie will, ich werde dort bloß ſie ſehen, an Niemang als an ſie deuken. Je mehr ich ſie kennen lerne, deſto mehr liebe ich ſie... Was wird aus mir werden, wenn ich immer allein lieben muß!

Um ſechs Uhr begebe ich mich in das glänzende Hotel in der Straße le Pelletier. Man meldet mich

an, aber dießmal nicht lauter Lehnſeſſeln: ich ſehe die Frau von Remonde von einem Halbdutzend Herren

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