Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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„Ein Billet von Frau von Remonde?“

„Ja, ich denke, ſie hat es ſelbſt geſchrieben..“

„Haben Sie es bei ſich?“

„Ich weiß nicht.. ja.. da iſt es.

„Ah! wir wollen voch ſehen, wie ätſ dieſe Dame ſchreibt... Es wird kein Geheimniß dahinter ſtecken.“

„O nein, Madame!... Es iſt nichts als eine Einladung zum Diner.“

Ich gab das Billet der Frau von Remonde der Frau Luceval; ſie betrachtete es lange und mit einer Aufmerkſamkeit, die mir auffällt, und gibt es mir endlich mit den Worten zurück:„Ihre Handſchrift iſt nicht ſchön...“

„Sie iſt zwar leſerlich, aber weiter nichts.“

„Ihr Styl ſcheint mir nicht gar geiſtreich.“

„Soll der Inhalt eines Einladungsbilleis auch geiſtreich ſein?“

„Ah! Sie haben recht... Ich weiß nicht, woran ich dachte. Nun, man erwartet Sie heute beim Diner, Sie werden doch hingehen?“

„Nein, meiner Treu', nein.“

„Ach! Herr Deligny, es Färe nicht ſchön von Ihnen, wenn Sie es wieder ausſchlügen.. Sie gehen... ich will es haben, und morgen werden Sie mich beſuchen und mir erzählen, was Sie gethan und ob Sie ſich gut unterhalten haben.“

„Sie wünſchen es, dann habe ich nichts einzuwen⸗ den. Ich dinire alſo bei Frau von Remonde. Aber

Sie. erlauben mir, daß ich Sie morgen wieder be⸗

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