Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Sie kehrt ſich gegen mich, lächelt mir zu und reicht mir mit den Worten die Hand:„Ja, wir wer⸗ den Freunde ſein, und Sie werden eines Tags den ganzen Werth, den ich auf Ihre Freundſchaft lege, erfahren.“ 1

Ich nehme die Hand, die ſie mir reicht, und drückte ſie in die meinige... ohne Zweifel zu feſt für einen Mann, der bloß ein Freund ſein darf, denn Augu⸗ ſtine zieht ſie ſchnell mit den Worten zurück:„Ich will aber nicht haben, daß Sie über der Freund⸗ ſchaft, die Sie für mich hegen, und über der Be⸗ ſuche, die Sie mir abſtatten, Ihre alten Freunde vernachläßigen, es würde mir ſogar ſehr leid thun, wenn Sie meinetwegen weniger mit ihnen verkehr⸗ ten.. Sie ſtanden früher mit Herrn Jenneville auf einem ſehr freundſchaftlichen Fuße; man hat mir geſagt, ſie ſeien immer beiſammen geweſen; ſeit einiger Zeit reden Sie kein Wort mehr von ihm... Sie ſehen ihn alſo nicht mehr ſo oft?“

„Er iſt faſt immer bei der Frau von Remonde und ich habe Ihnen ſchon geſagt, daß ich dieſes Haus nicht gerne habe...“

„Warum?... Ein junger Mann muß aber doch die Geſellſchaften beſuchen und ſich unterhalten.“

„Ich finde keine Unterhaltung bei Frau von Re⸗ monde.“

„Sie ſind erſt einmal dort geweſen.. nicht wahr? heute iſt Geſellſchaftstag?....

„Mein Gott! ja. Geſtern Abend habe ich wieder ein

Einladungsbillet zum Diner auf heute erhalten.“