Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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ſoll ich Ihnen den Zutritt zu mir verbieten müſſen?

Ach! es würde mir wirklich leid darum thun, denn je mehr ich Sie kennen lerne, deſto mehr ſehe ich ein, daß man mich über Sie getäuſcht hatte. Man hatte Sie mir als einen blödſinnigen, ſehr.. jungen Mann beſchrieben.“

„Als einen Taugenichts, nicht wahr, Madame?“

„Ich wagte dieß nicht zu ſagen... aber ich ſehe jetzt wohl ein, daß Sie viel beſſer ſind als Ihr Ruf.“

„Ihnen, Madame, den Gefühlen, die Sie mir eingeflößt haben, verdanke ich die Veränderung, die in mir vorging.“

„Was auch die Urſache davon ſein mag, es ſoll mich freuen, in Ihnen einen Freund zu befitzen; ach! glauben Sie mir, dieſer Titel hat ſo viel Werth als der eines Liebhabers, ja noch mehr... denn die wahre Freundſchaft iſt nicht unbeſtändig!...“

6 Ihnen, Madame, kann es die Liebe nicht ſein..

, mein Herr, ich bin nur zu ſehr vom Ge⸗ gentheil überzeugt!...“

Sie wendet ſich weg und hält ihr Taſchentuch vor die Augen... Nun have ich wieder Etwas geſagt, was ihr Kummer verurſacht hat. Ich bin in Ver⸗ zweiflung und ſchwöre ihr, von keiner Liebe mehr mit ihr zu reden, bloß dahin zu ſtreben, ihre Ach⸗ tung und Freundſchaft zu verdienen, ſie, wenn ſie es verlange, bloß ſelten zu beſuchen.. ſie vergießt Thrä⸗ nen, ach! in dieſem Augenblicke würde ich alle mög⸗ lichen Schwüre thun, um ſie zu tröſten.