unſern Namen, öffnet die Thüre eines ſchönen Sa⸗ lons und meldet:„Herr Jenneville, Herr Deligny.“
Wir treten in den Salon ein. Ich mußte lachen, als ich Niemand ſah, und daß der Bediente uns den Seſſeln und Fauteuils angemeldet hat.
„Wie, Niemand hier?“ ſagte Jenneville,„man iſt alſo noch bei Tiſche?“
„Ich hatte es Ihnen geſagt; Sie wiſſen wohl, daß man gegenwärtig erſt um halb ſieben Uhr ſpeist doch wird es bald vorbei ſein.“
„Indeſſen hatte ich Herminie verſprochen, bald zu kommen.“
„Wenn ich nicht bei Ihnen wäre, ſo würde ich fortgehen, das Ballet in der Oper ſehen und dann wieder kommen.“
Jenneville gibt mir keine Antwort; er geht in dem Salon auf und ab, offenbar übelgelaunt. Ich errathe ſeine Gedanken: er findet es nicht am Platz⸗ daß Frau von Remonde ſo lange tiſchelt, da ſie ſeine
Anweſenheit wiſſen muß; aber die Thüre, durch die
wir eingetreten ſind, geht auf. Der Bediente mel⸗ det; dießmal wenigſtens ſpricht er nicht mehr zu den Möbeln des Salons:„Frau von Saint⸗Julien, Herr Melinv.“ Der Herr und die Dame treten ein; ich mache ihnen die Honneurs, biete der Dame einen Lehnſeſſel an und verbeuge mich vor dem Herrn. Es iſt ſehr komiſch, die Honneurs in einem Hauſe zu machen, wohin man ſelbſt das erſte Mal kommt und deſſen Gebieterin man nicht kennt, aber in Paris ſieht man noch viel ſonderbarere Sachen.
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