Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

14 Sonntag vor vierzehn Tagen begegnete ich Du⸗ bvis Abends auf den Bvulevards. Er ſagte zu mir: Ich gehe in's Collyſeum, komm' auch mit. Ich machte mir nichts daraus... Ich bin zwar kein gro⸗ ßer Liebhaber von den Bällen, doch ließ ich mich fortziehen. Auf dem Ball fing Dubois an zu lachen und mit den anweſenden Frauenzimmern zu ſchwatzen. Er kannte ſie faſt alle, tanzte, walzte, tobte entſetz⸗ lich; man hörte ihn aus Allen heraus und er überſchrie die größte Trommel. Bald darauf ſagte er zu mir: Wir wollen Punſch trinken. Mir lag nichts daran; aber er wollte mich durchaus damit regaliren; ich gab nach. Wir ſetzten uns an einen Tiſch; kaum hatten wir ein Glas Punſch getrunken, ſo gab man das Zeichen zum Contretanz. Dubois ſteht auf und verläßt mich mit den Worten: Ich tanze und treffe Dich hier wie⸗ der. Er geht zu einer dicken, rothbackigen Mamſelle hin, welche neben uns ſaß, und engagirt ſie.Mein Herr, ſagte ſie,ich bin bereits engagirt.Sie ſehen aber doch, daß man Sie nicht abholt, ſagte Dubvis zu ihr, und der Contretanz beginnt; man hat Sie vergeſſen, es wäre ja mörderiſch, wenn Sie nicht tanzen würden... Kommen Sie, mein Fräulein, überdieß ſtehe ich Ihnen für Alles gut; wenn Der⸗ jenige, welcher Sie eingeladen hat, böſe wird, ſo ſoll er ſich nur an mich wenden. Die dicke, roth⸗ backige Mamſelle gab aus Furcht, nicht tanzen zu dürfen, nach und folgte Dubvis. Während ich die Flamme unſeres Punſches unterhielt, ſah ich ſie vvn meinem Tiſche aus tanzen. Aber im Augenblick des 4

3