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Marie Henriquez Morales : Erzählung / Grace Aguilar. Frei bearb. u. mit e. Vorw. vers. von J. Piza
Entstehung
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reiſen in ihre Heimath zurückzukehren. Doch als der wür⸗ dige Prieſter ſie verlaſſen hatte, wurde das Heimweh allzuſtark und unwiderſtehlich, und ſie eilte mit dem letzten Aufwande ihrer Kräfte dem Cedernthale zu. Es war in der feuchten, ſtürmiſchen Herbſtzeit, und ihr längſt geſchwächter Körper begann endlich der Erſchöpfung zu erliegen. Aus Furcht, entdeckt zu werden, hielt ſie ſich der gebahnten Straße und jeder Menſchenwohnung fern, und als ſie unweit der Heimath die Nacht überraſchte, trieb es ſie in raſtloſer Sehnſucht trotz Sturm und Finſterniß weiter und immer weiter, bis auf den Druck ihrer Hand jene wohlbekannte Felſenwand ſich öffnete. Als ſie endlich über Treppen und Gänge geeilt war und ihr Fuß den Boden des geliebten Aſyls betrat, wandte ſie ſtill betend das Haupt nach Oſten, wo der kleine Tempel des Cedernthales lag. Das Unwetter ſchwieg, herrlich wölbte ſich der ſternenbeſäete Himmel über dem Thale, und wie in beſſeren Tagen, drang wieder das Plätſchern der raſtlos ſtrömenden Quelle an Mariens Ohr. Von fern her ſchimmerten im Mondlichte die weißen Leichenſteine des Friedhofs; ihr war, als riefen ihr die verklärten Geiſter ihres Stammes das erſte Will⸗ kommen in der Heimath zu, und halb unbewußt lenkte ſie ihre Schritte den Wohnungen der Todten zu, ehe ſie an das gaſtliche Haus ihrer Väter klopfte. Willenlos lies ſie den Blick über die Aufſchriften der Leichenſteine gleiten, und ſchmerzlich überraſcht las ſie auch Morales Namen. Sie hatte nie erfahren, daß er hierher getragen worden, denn ſeit jener Schreckensnacht, da ihn Mauchel⸗