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Werke auserſehen haben. Wir werden Dir von heute an nicht mehr den Anblick unſerer Perſon gewähren, damit Du Dich ganz und ungetheilt der heiligen Auf⸗ gabe hingeben könneſt. Doch wenn Du, durch das Wort des heiligen Mannes erleuchtet, Dich entſcheiden wirſt, mit uns den Erlöſer der Welt zu verehren, ſollſt Du öffentlich als Erbin der Güter Deines verewigten Gat⸗ ten anerkannt werden, die Erſte und Liebſte an unſerm Hofe ſein, und ein Leben voll ſeliger Freude wird jede leiſe Erinnerung an Vergangenes aus Deinem Gedächt⸗ niſſe bannen.“
Marien's Lippen bewegten ſich, doch Iſabelle ſchien keiner Einrede achten zu wollen und fuhr in ſtrengem
Tone fort:„Ich verlange nur Gehorſam. Ich kann
nicht glauben, daß alle Liebe und Güte, die Dir zu Theil geworden, ſpurlos an Deinem Herzen vorübergehen konnte, daß Du hartnäckig biſt, wie Dein verblendetes Volk, das nur der rauhen Strenge weicht. Darum ſollſt Du durch das milde Wort des frommen Prieſters zum Heile geführt werden und Härte erſt erfahren, wenn Du, undankbar und ſtarrſinnig, uns zwingſt, Dich mit allen Uebrigen Deines verworfenen Stammes gleich zu ſtellen!“
Und ohne eine Antwort zu erwarten, wandte ſich Iſabelle, und Marie kehrte ſtill und gebeugt in ihre Gemächer zurück.


