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miſchen Kirche zu bekehren. Schwerer wurde es dem eifrigen und gewandten Diener Roms, die Königin, ſein Beichtkind, für ſeine Anſicht zu gewinnen. Er ſprach ſich voll Abſcheu gegen die im Namen der allerheiligſten Kirche begangenen Verbrechen aus, verbürgte ſich, nicht zu ruhen, bis die Diener der geheimen Inquiſition den Händen der Gerechtigkeit überliefert und ihre unterirdi⸗ ſchen Schlupfwinkel ſpurlos vernichtet wären— aber unerſchütterlich forderte er die öffentliche Einſetzung des heiligen Amtes. Mit eindringlicher Ermahnung wandte er ſich an Iſabellens mütterliche Fürſorge für das Seelenheil ihres Volkes und ſuchte ſie mit allen ſeinem Scharfſinn zu Gebote ſtehenden Beweiſen zu überzeugen, daß es die Pflicht einer echt katholiſchen Fürſtin wäre, die Kirche Gottes zu fördern und zu ſäubern— dennoch widerſtand Iſabelle lange. Und als ſie endlich zuſtimmte, geſchah es unter Thränen. Ihr war, als lägen die Annalen der Nachwelt aufgerollt vor ihren weitſchauen⸗ den Blicken, als leſe ſie darin die Schmach und den Fall des ſchönen Landes, das ſie voll edlen Stolzes vor allen Reichen Europa's auf die höchſte Stufe der Wohlfahrt und Macht emportragen wollte.
Ihrem Beichtvater entdeckte Iſabelle rückhaltsloſer und offener, als ſie gegen Ferdinand gethan, Mariens Geſchichte und ihre eigenen Abſichten. Wohlgefällig vernahm Torquemada ihren ernſten Willen, die Un⸗


