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gezügelt werden, um ſodann den Augen der Herrſcher und der geiſtlichen Würdenträger jederzeit offenen Ein⸗ blick in ſeine Thätigkeit zu geſtatten und ein ſchätzbares Werkzeug zum Heile und zur Säuberung der katholiſchen Kirche zu ſein. Er that durch eine ſchlau berechnete und fein gefügte Beweisführung dar, daß jeder Schritt zur Vertilgung einer ſo weit verbreiteten und wohlorgani⸗ ſirten Macht nutzlos wäre, daß dieſe vielmehr fortdauern und, ſo lange ihr die öffentliche Anerkennung verſagt bliebe, nach wie vor zur Heimlichkeit und Willkür ihre Zuflucht nehmen würde. Er erklärte ohne Rückhalt die Ausrottung der geheimen Inquiſition für eine gebie⸗ teriſche Nothwendigkeit, fügte aber hinzu, daß die Kirche zu ſolcher Maßregel ihren Arm nicht bieten dürfte, wenn nicht auf den Trümmern dieſes Tribunals vor den Augen der ganzen europäiſchen Welt ein„heiliges Amt“ errichtet und ohne Vorbehalt als ein Inſtitut anerkannt würde, das auf den bürgerlichen und kirch⸗ lichen Geſetzen Spaniens ruhte.
Am leichteſten wurde Ferdinand durch Torquemada's blendende Beredſamkeit gewonnen. Er glaubte, in dem neu zu begründenden heiligen Amte, das der Aufſicht der Monarchen unterliegen ſollte, ein Werkzeug und einen Zuwachs der königlichen Macht zu gewinnen und ließ ſich gern überreden, daß der beabſichtigte Feld⸗ zug wider die Mauren am Beſten eingeleitet würde durch die Gründung und öffentliche Anerkennung der heiligen Inquiſition, der die Aufgabe zufiele, alle Hei⸗ den zur läuternden, alleinſeligmachenden Lehre der rö⸗


