Ferdinand durfte die Ausſprache ſeiner Wünſche nicht länger hinausſchieben. Manuel war nicht überraſcht, aber ein Strahl der Freude blitzte aus ſeinen matten Augen. „Sie war Dir längſt beſtimmt,“ ſagte er ergriffen,„Du wirſt mein Kind hegen und auf Deinen Armen durchs Leben tragen. Ferdinand, es iſt nicht jeder Tag wie der heutige, aber Du wirſt unbeirrt derſelbe bleiben und nimmer aufhören, Marien zu lieben!“ Ferdinand blickte bei dieſen Worten befremdet auf, aber er durfte nicht durch Fragen die Aufregung des ſchwachen Mannes vermehren
im Ce⸗ und reichte ihm die Hand, wie in feierlicher Zuſage.
tgehegt, Die Gegenwart der beiden Männer nicht ahnend, rme des trat Marie ein; ſie wollte umkehren, aber Henriqucz hielt üthlichen ſie zurück; er ſagte ihr, ſein innigſtes Gebet ſei erhört
worden, legte dann ihre und Ferdinands Hände ſegnend
loſſenem ineinander und ließ Beide allein.
e⸗ . Marie ſtand dem Verlobten ſchweigend gegenüber. m ſeine Auf das Zärtlichſte bat ſie dieſer, des Vaters Wort zu ickehren, beſtätigen, ſeine treue, warme Liebe nicht zurückzuweiſen, 5 Glau⸗ was konnte ſie erwiedern? Sie hatte ihn als Jugend⸗ „Augen geſpielen geliebt, als Jüngling und Helden verehrt, ſeiner S. Ehren ſich freudig gerühmt, als ob ſie ihr ſelbſt zu Theil nari geworden— es war ihr, als müßte ſie ſich an ſeine Bruſt werfen und die Geſchichte ihres Herzens ihm anvertrauen. Aber ſie hatte ihrem Vater Schweigen gelobt und ſie geun ſchwieg. Weinend wandte ſie ſich ab und betheuerte, ſie 5 ſei ſolcher Liebe nicht werth, aber Ferdinand nahm ihre 3 Thränen und Worte für ein verſchämtes Ja, ſchloß ſie ie 6
5 an ſein Herz und erzählte ihr mit leuchtendem Auge und rmo e⸗


