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Michaeliszeit fallen, begangen wurden. Gar oft kamen ſie in Begleitung treuer Freunde, die durch das Band des Glaubens dieſer Brüderſchaft verbunden waren. So hatte der betagte Gründer dieſes Aſyls die Freude, noch vor ſeinem Hinſcheiden ein ganzes Häuflein geheimer Be⸗ kenner ſeines Glaubens in dieſer Einſamkeit verſammelt zu ſehen; nur ſeinen Reffen Julian ſuchten ſeine brechen⸗ den Augen vergebens. Und ſo ſchlummerte Henriquez ſchon lange unter dem Raſen des kleinen Friedhofes, ein Feſt nach dem andern kam heran und immer noch fehlte Ju⸗ lian unter den Andächtigen; da endlich glaubten ſeine Verwandten, er ſei ſeinem Oheim nachgefolgt, und ſie be⸗ trauerten ihn wie einen Verſtorbenen.
Der glücklichere Bruder erfreute ſich nur einer kurzen, aber ruhmvollen Laufbahn; er fiel im Kampfe für das Vaterland und ſeine Wittwe kehrte mit einem im zarteſten Alter ſtehenden Sohne in das Cedernthal zurück. Ob⸗ gleich die Vettern an demſelben Tage geheirathet hatten, war doch Manuels Tochter Marie um zehn Jahre jünger als ihr Vetter Ferdinand Morales, denn Mirjam und Manuel waren erſt nach zwölfjähriger Ehe der langerſehnten Eltern⸗ freuden theilhaftig geworden, und die kleine Maria hatte dem älteren Ferdinand anfangs mehr als ein Gegenſtand, denn als eine Genoſſin ſeiner Spiele gegolten Bald zog auch dieſet hinaus als Page des Gonzalo de Lara, der einſt mit ſeinem Vater Glück und Leid des Krieges getheilt hatte, aber nie verließ ihn der Gedanke an das reizende Kind und das traute Cedernthal, und freudig eilte er, wenn ſeine Pflicht es geſtattete, von Zeit zu Zeit in die Arme


