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Sie entthronten ihn in elfigie und riefen Alfonſo zum König aus.
Wiederum brachen überall im Reiche die Flammen des Bürgerkrieges hervor; ſelbſt der plötzliche und geheim⸗ nißvolle Tod des jungen Alfonſo konnte dem heraneilen⸗ den Verderben nicht wehren, denn der verbündete Adel ſetzte den Krieg im Namen der Infantin Iſabella fort. Freilich wies dieſe die ihr angebotene Krone entſchloſſen zurück, aber ſie benutzte die Hülfe ihres mächtigen An⸗ hanges, um ſich durch einen Vertrag mit Heinrich zur nächſten Thronerbin erklären zu laſſen. Heinrich war ſchwach genug, einzuwilligen, und trat indirect durch dieſe Nachgiebigkeit auf die Seite derer, welche in Ueber⸗ einſtimmung mit der öffentlichen Meinung ſeine vorgebliche Tochter Johanna für ein untergeſchobenes Kind erklärten.
Der durch Vertrag und öffentliche Zuſtimmung an⸗ erkannten Thronerbin fehlte es nicht an Bewerbern; Fer⸗ dinand von Sicilien war der Glückliche, der ihr Jawort erhielt. Freilich ſuchte Heinrich, von ſeinem nimmer ru⸗ henden Weibe aufgeſtachelt, dieſe Verbindung zu hindern, aber durch den Beiſtand des Erzbiſchofs von Toledo ward das junge Paar zu Valladolid heimlich getraut. Ver⸗ kleidet, von nur vier Cavalieren begleitet, zog Ferdinand in Valladolid ein, und ſo beſchränkt waren ſeine und Iſabellens Mittel, daß ſie, denen ſpäter die Schätze der neuen Welt zu Gebote ſtanden, die Koſten der Vermäh⸗ lung von einem der Cavaliere entlehnen mußten.
Erbittert nahm Heinrich aufs Neue den Kampf auf. In einem Manifeſte verkündigte er eidlich, daß er die
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