Dich nicht! Und was thuſt Du für mich? Du ſtößeſt mich zurück, Du heißeſt mich gehen, und dennoch ſprichſt Du von Liebe! Es iſt Lüge, Du liebſt einen Andern!“
„Ja,“ erwiederte Marie,„Du haſt wahr geſprochen. Deine Worte rufen mir zurück, was ich in dieſem ſchwe⸗ ren Kampfe faſt vergeſſen hatte. Es giebt eine Liebe, ſtärker als Alles, was ich für Dich fühle. Ich könnte Alles aufgeben, nur nicht den Gott meiner Väter!“
Es waren wenige und einfache Worte, aber der Ton, in welchem ſie geſprochen wurden, raubte Arthur jede Hoffnung. Er ſchritt haſtig auf und nieder, vergebens nach Ruhe ringend. Ihn hatte dieſer Schlag ganz un⸗ vorbereitet getroffen, für Marien war er gefallen in jenem Augenblick, da ſie vor funfßzehn Monaten ſchieden, und das einzige Flehen ihres jungen, liebenden Herzens war
nur geweſen, daß Stanley ſie vergeſſen, ſie nimmer wie⸗
derſehen möchte. Aber das ſollte nicht ſein, ſie hatte ſich ſtark geglaubt, und nun genügte ein Blick ſeines Auges, ein Ton ſeiner Stimme, um ihr zu ſagen, wie nichtig ihr Traum geweſen.
„Ich will Dir gehorchen,“ ſagte Stanley endlich, „ich will Dich jetzt verlaſſen, aber nicht für immer. Nein, nein, wenn Du mich wirklich liebſt, wird die Zeit Dich nicht ändern. Die heiligen Bande, welche Dich noch von mir trennen, wird einſt die Natur zerreißen, Du wirſt allein ſtehen auf der Erde und mein werden trotz des Stammes, dem Du entſproſſen biſt.“
„Das hoffe nicht! Arthur, es wäre beſſer, Du haßteſt mich, wie Dein Volk unſer verſtoßenes Geſchlecht haßt.
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