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IX
ſtellte ſich keine bleibende Beſſerung ein. Die Muſik war noch immer, wie von je her, ihr Troſt und ihr Er⸗ götzen; allein ſie mußte ihr Harfenſpiel aufgeben und durfte ihre Stimme nur ſelten üben; trotz alledem aber rief ihr Geiſt:„Vorwärts, vorwärts,“ und jede Stunde, die ihr zu Gebote ſtand, ward der Feder gewidmet.
Die„Urkunden Israels,“ die„Frauen Jsraels“ und der„jüdiſche Glaube“(The Jewish Faith) beweiſen, wie ſehr ſie mit Herz und Liebe in der Sache, die ſie mit ſo vieler Kraft zu ihrer eigenen gemacht, arbeitete. Ihr erſtes Werk, welches ihr eigenes Volk ſo beſonders betrifft, wurde von den engliſchen Juden nur kalt auf⸗ genommen; hingegen in Amerika(wo die Juden ihren chriſtlichen Mitgliedern vollkommen gleich geſtellt ſind) begrüßte man dieſen aufgehenden Stern mit Freuden und erwartete mit Sehnſucht, ihn im Höhepunkte ſeines Glanzes zu ſehen. Briefe und Glückwünſche kamen zu ihr über das Atlantiſche Meer, und ſelbſt die, welche nur ihre flüchtigen Skizsen geleſen hatten, bewunderten den edlen Eifer und die fromme Energie, welche ſie be⸗ ſeelte, wenn ſie über die Juden ſchrieb.
Eine kleine„Geſchichte der engliſchen Ju⸗ den“(„Hislory of che English Jews,“ mitgetheilt in „Chambers' Miscellanies“*) übertrifft vielleicht ihre an⸗ deren Schriften an Styl und Vollendung— die Sätze ſind mehr zuſammengedrängt, die Belehrung reicher an Intereſſe. Es war, wie wir glauben, ihre letzte Arbeit, und ſie hatte große Freude an deren Veröffentlichung.
Nach Beendigung dieſes Werkes hatte ſie beſchloſſen, die


