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Leben
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welchem der Baum der Dichtung Blüthen und Früchte treibt und zeitigt.
Indeß läßt ſich unſere Verfaſſerin, wie es mir ſcheint, von dem ihren Landsleuten eigenen Sinne für das Pragmatiſche zur Ausſchreitung und Maß— loſigkeit verleiten. Aengſtlich bemüht, jeder Er⸗ ſcheinung nicht nur gewiſſenhafte Motivirung, ſon⸗ dern auch genügenden, äußerlichen Abſchluß zu ge⸗ währen, weiß ſie die epiſche Ausführlichkeit nicht mit der idealen Tendenz ihrer Erzählung auszugleichen und geſtattet dem Detail ſelbſt da noch Spielraum, wo der künſtleriſche Geſammtzweck bereits erledigt iſt. Reich an idealem Sinne und von der Totalität eines großen Gedankens getragen, vermag ſie auf der andern Seite nicht, von der Schöpfung ihres Geiſtes zu ſcheiden, ohne, ſelbſt auf Koſten der pſychologiſchen Wahrheit, Laſter und jede Tugend gebührend vergolten zu wiſſen und erinnert ſomit an die in der literariſchen Welt nicht ſeltene, peinliche Genauigkeit einſeitiger Moraliſten, die Lohn und Strafe wie eine Dividende vertheilen möchten. Ich ließ hier, ohne, wie ich meine, den Intentionen der Verfaſſerin Gewalt anzuthun, das Unweſentliche fallen und erachtete den Rahmen für ausgefüllt, wo
Leben und Schickſale der Heldin, in deren Darſtel—
lung ich dem Originale treu gefolgt bin, zum Abſchluſſe
gelangen.
Somit glaube ich das auf dem Titel gebrauchte Prädikat einer freien Ueberſetzung gerechtftrtigt


