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zu haben. Im Uebrigen weiß ich, daß es ein ge— wagtes und undankbares Geſchäft iſt, bei der Ver— pflanzung ausländiſcher Geiſteserzeugniſſe in ſelbſt— ſtändiger Thätigkeit die Grenzen der bloßen Ueber⸗— ſetzung zu verlaſſen und begebe mich gern jedes An— ſpruches auf Lob, wenn es mir nur gelingt, die Thätigkeit unſerer Grace Aguilar, welche in der engliſchen und amerikaniſchen Preſſe vielfach und rühmlich beſprochen worden, in Deutſchland trotz der nicht geringen literariſchen Thätigkeit ihrer kurzen Laufbahn kaum den Namen nach gekannt iſt, der Aufmerkſamkeit deutſcher Leſer näher zu rücken. Eine ausführliche Beſprechung des Lebens und Wirkens unſerer Verfaſſerin bringt unter ſämmtlichen deutſchen Blättern nur das Magazin f. d. Literatur des Aus⸗ landes, und wir glauben daher, unſern Leſern keinen unwillkommenen Dienſt zu erweiſen, wenn wir der genannten Zeitſchrift folgende, urſprünglich von Mrs. S. C. Hall(einer irländiſchen Schriftſtellerin) im
Art Nournal veröffentlichte Mittheilungen auszugs⸗
weiſe entnehmen:
„Grace Aguilar, die einzige Tochter des Emanuel und der Sarah Aguilar, ward in Hackney im Juni des Jahres 1816 geboren. Sie war von ſo zarter und gebrechlicher Natur, daß ihre Eltern ſie an die See nach Haſtings brachten, als ſie vier Jahr alt war. Das Leſen lernte ſie faſt von ſelbſt, und wenn ſie ſich ein Geſchenk wählte, zog ſie ſtets ein Buch vor. Von ihrem ſiebenten Jahre an führte dies außerordentliche Mädchen
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