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erwiderte Ellen ruhiger,„denn ſo lange Miß Harcourt bei uns war, hatte ich nur zwei Stunden vor dem Morgengebet, und bisweilen blieb ich eine oder zwei Stunden länger am Abend auf, aber nicht oft, denn ich fürchtete, Du würdeſt es entdecken und böſe ſein, denn ich konnte, ich durfte Dir nicht ſagen, womit ich beſchäftigt war. Den vorletzten Winter verdiente ich ſo viel mit Stickerei und feineren weiblichen Arbeiten, daß ich ſchon vor einem Jahre die ganze Summe verdient zu haben hoffte, aber ich täuſchte mich, denn hier konnte ich nur einfache Arbeiten machen, wobei ich nur we⸗ nig verdiente, denn ich konnte ſie nicht ſo raſch fertigen. Ich hatte gehofft, daß ich nicht nöthig haben würde, Deinem Wunſche entgegenzutreten, Dich und Emmelinen zu begleiten, aber ich ſah, daß die Summe noch nicht voll war, und ich mußte handeln, wie ich es gethan habe.“
„Und iſt es möglich, meine Ellen, daß Du Dein Ge⸗ heimniß Niemand anvertraut? daß Du bei dieſer langen
und ſchwierigen Aufgabe von Niemand Theilnahme und Er⸗
muthigung verlangt haſt?“
„Ich würde ohne den freundlichen Beiſtand und Rath der guten Ellis weder angefangen haben, noch zu meinem Zwecke gekommen ſein. Ich wußte, daß meine liebe Tante großes Vertrauen auf ſie ſetzte, und ich dachte, wenn ſie meinen Plan nicht mißbilligte, würde ich nicht ſo ſehr unge⸗ horſam handeln, und mit ihrer Hülfe würde mein Geheimniß nicht ſo ſchwer zu wahren ſein. Sie verſchaffte mir Arbeit. Niemand von Denen, für die ich arbeitete, kennt meinen Na⸗ men, ſowie die Gründe, weshalb ich Arbeit ſuchte.“
„Und konnte ſie eine ſolche gahe billigen, meine Ellen? Konnte ſie Dir rathen, Dir ſo ſchmerzliche Selbſt— verleugnung aufzulegen?“
„Sie that alles Mögliche, um mir abzureden, und ver⸗ weigerte mir zuerſt entſchieden ihren Beiſtand; aber zuletzt erfüllte ſie meine Bitten, denn ſie ſah, daß ich nicht eher glücklich ſein würde, als bis ich die Vergangenheit mehr als
eine Schuld betrachten könnte, denn als— als“— ſie ver⸗
ſtummte, dann fügte ſie hinzu:„Mein eigenwilliger Geiſt


