Neigung zu Lord Alphingham veranlaßt wurde? Kann Sie ſonſt nichts überzeugen? Iſt es freundlich, iſt es edel ſo an mir zu zweifeln?“
Der junge Graf, der auf einmal beſänftigt war und ſich ſeiner Eiferſucht ſchämte, konnte ſie nur um Verzeihung bit⸗ ten und ihr verſichern, daß er nicht mehr den leiſeſten Zweifel habe, und indem er darauf hinwies, daß die friſche Luft ſie am erſten wieder kräftigen würde, zog er ſie an das offene Fenſter des benachbarten Zimmers, welches in den kleinen Garten hinaus ging, und dort blieben ſie in anſcheinend lebhafter Unterhaltung, bis Karoline zu ihrem größten Er⸗ ſtaunen von ihrer Coufine zum zweiten Frühſtück gerufen wurde, und Lord St. Eval plötzlich entdeckte, daß er den ganzen Morgen unbenutzt habe vorübergehen laſſen, wäh⸗ rend er ſo viel zu thun hatte.
Mr. und Mrs. Hamilton waren über die Nachricht, die ſie gehört hatten, mehr von Schmerz erfüllt als überraſcht; aber wie ſie handeln, welche Maßregeln ſie treffen ſollten, das wußten ſie nicht. Graham wurde ſpäteſtens morgen oder übermorgen in England zurück erwartet, und ſie fürch⸗ teten ſich Zeugen ſeines Schmerzes zu ſein; ſie beſorgten, daß ihm Gerüchte zu Ohren kommen möchten, ehe er irgend wie vorbereitet ſei, und Mr. Hamilton beſchloß auf der Stelle nach Dover zu reiſen, um ihn dort zu empfangen und nach beſten Kräften den trotz ſeiner falſchen Erzieh⸗ ungsweiſe wahrhaft liebevollen Vater zu tröſten. Percy raffte ſich auf und ging mit voller Thätigkeit auf die Ab⸗ ſichten ſeines Vaters ein; aber Mrs. Hamilton dachte, daß auch er einen Plan vorhabe, was ſeine zwei oder dreitägige Abweſenheit von Hauſe beſtätigte. Auch ſie begnügte ſich nicht mit bloßer Theilnahme; an demſelben Tage ſuchte ſie Lady Helen in ihrer Wohnung auf.
Sie betrat ſelten dieſes Haus, ohne von der Schwer⸗ muth betroffen zu werden, die darin herrſchte. Annie, mit ihren Vergnügungen und ihren Wünſchen beſchäftigt, dachte nie an ihre Mutter, deren Kränklichkeit es ihr zur Pflicht gemacht haben würde, ſie zu pflegen; ja ſie betrat ſelten ihr
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