510
Edward, Niemand anders als ich ſoll der Begleiter meiner Coufine ſein, Herbert hat ſie den ganzen Tag gehabt. Nimm meine Mutter, wenn Du willſt; Vater, begleite Du Miß Harcourt! So iſt es recht, wie immer, wenn ich meinem Willen folgen kann!“
Und was er diesmal wollte, fand allgemeinen Beifall Die Talente ſeiner Schweſtern waren als Mittel, das häus⸗ liche Glück zu erhöhen und ihre eigenen Hülfsquellen zu vermehren, ſo ausgebildet worden, daß ihre muſikaliſchen Abende immer einen wahren Genuß boten. Caroline aller⸗ dings, ſo ſehr ſie ſich auch gebeſſert hatte, beſaß immer noch viel Liebe zur Bewunderung, ſo daß ſie einen größeren Genuß darin fand, vor vielen Zuhörern zu ſpielen und zu fingen, als wenn ſie blos in Familie war. Aber das Gefühl wurde in der ſicheren und reinen Luft von Oakwood im Zaume gehalten und ſie konnte wirkliches Vergnügen daran finden, ihre Brüder zu unterhalten, wiewohl nicht in demſelben Maaße, wie Emmeline, die nun auf Bitten Perecy's folgendes Lied ſang:
Emmelinens Lied.
O Freud', v Freud'! Kein düſtres Leid Der Liebe Haus umhüllt;
Die Herzen, einſt von Sorgen ſchwer, Sind nun von Luſt erfüllt;
Der Friede ließ mit froher Schwing' Sich hier zu wohnen nieder,
Hoffnung und Lieb' ſtreu'n ſüßen Duft, Zum Willkomm tönen Lieder.
Er iſt zurück— die dunkle Nacht Bedroht uns länger nicht;
O Freud'! die Zukunft iſt ſo hell Und glänzt in roſigem Licht. Mit unſerm Vater floh das Glück,
Er iſt zurückgekehrt, Und aus Gefahr und bittrer Noth Iſt Segen uns beſcheert.


