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muß mehr an ſeinen Zorn, als an den Zorn Gottes gedacht haben. Mein Vergehen bleibt daſſelbe vor ſeinen Augen, wiewohl Du und Onkel Hamilton mir es ſo vollſtändig ver⸗ geben habt, und... und.. ich meine, ich dürfte mich nicht ſo glücklich fühlen.“
„O doch, meine liebe Ellen, das darfſt Du. Unſer himmliſcher Vater iſt noch gnädiger als der Menſch, wie Dir Mr. Howard in der langen Unterredung, die er mit Dir hatte, ſo klar bewieſen hat. Wir wiſſen aus ſeinem heiligen Worte, daß Alles, was er verlangt, aufrichtige Reue und die feſte Ueberzeugung iſt, daß wir nur in ihm gerechtfertigt werden, wenn er unſere Reue annimmt. Ich glaube, Ellen, daß Du ſeine Verzeihung hatteſt, noch ehe ich Dir meine ge⸗ ben konnte, denn er konnte in Deinem Herzen leſen und ſah den Grund Deines Schweigens und all die Reue und die Leiden, die ich nicht einmal errathen kounte, da der Schein gegen Dich war, und er ließ in ſeiner Liebe und ſeinem Mit⸗ leid Deine noch weitere Prüfung zu und wußte es ſo anzu⸗ ordnen, daß Deine Unterſtützung Edward nicht zu Gute kam, um Dich zu überzeugen, daß ſelbſt nicht in einem furcht⸗ baren Falle ein wenn auch unfreiwilliges Vergehen zum Ziele gelangen könne. Ich finde ſelbſt ſeine liebende Vorſehung darin, daß er Dich eine Banknote mehr finden ließ, als Du brauchteſt, damit auf ſolche Weiſe die Entdeckung möglich gemacht würde, die ohne einen ſolchen ſcheinbaren Zufall nach menſchlichen Begriffen kaum möglich geweſen wäre. Er hat Dir und Edward in den Leiden, die er Euch auferlegte, Mitleid und Liebe bewieſen. Daher gieb Dich Deiner rück⸗ kehrenden Heiterkeit ruhig hin und fürchte nicht, daß ſie ihm unangenehm ſein müſſe. Suche Alles, Freude und Schmerz, auf ihn zurückzuführen, denke immer an ihn und glaube mir, meine Ellen, Dein Glück wird Dich näher zu ihm hinziehen und vor ſeinem Angeſicht ein angenehmes Opfer ſein.“
Ellen hörte aufmerkſam und dankbar zu. Es war ihr, als wenn mit jedem Worte, das Mrs. Hamilton ſagte, der Nebel des Zweifels und leerer Einbildungen vor ihrem Geiſte verſchwänden, und nach einer kurzen Pauſe ſagte ſie:„Du


