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rade in der Laune größter Heiterkeit, welche die Selbſtbe⸗ herrſchung außerordentlich ſchwer macht und die mindeſte Beſchränkung derſelben unfreundlich findet. Sie war nicht ſo vollkommen, um dieſem Gefühle zu entgehen, wiewohl es ihre eigene geliebte Mutter war, die daſſelbe veranlaßt hatte, aber ſie ließ es nicht aufkommen. Nach einigen Minuten harten Kampfes war die augenblickliche Laune ſo völlig über⸗ wunden, daß ſie mit einem warmen Kuſſe verſprach, ernſt⸗ haft über Alles nachzudenken, was ihre Mutter ihr geſagt habe, und daß ſie noch gerade ſo heiter war, wie vorher, wiewohl ihr dies weit ſchwerer wurde.
„Ich habe ſo viele Fehler in meiner Zeichnung gemacht, daß ich heute wirklich nicht daran denken kann, weiter zu zeichnen; erlaube, daß ich Dir ein wenig helfe, ich will mir ſolche Mühe nehmen, daß die Arbeit faſt eben ſo nett werden ſoll, wie die Deinige. Dann kann ich wenigſtens ſchwatzen, wiewohl meine Finger beſchäftigt find.“
Mrs. Hamilton willigte ein und ſagte ihr mit einem eigenthümlichen Lächeln des Beifalls, welches Emmelinens Herz immer klopfen machte, ſie möge ſchwatzen ſo viel ſie wolle.
„Edward, was beſchäftigt Dich ſo ſehr?„Reiſebruch⸗ ſtücke“ Ich hätte gedacht, es wäre etwas Ernſteres, als das, da Du einen ſo großen Ernſt darauf verwendeſt. Weißt Du,“ fuhr ſie fort,„als ich zuerſt dieſes Buch las, was ich blos that, weil ich eine geheime Neigung zu einem hübſchen Couſin von mir hatte, der Seemann war, freute ich mich ſo ſehr über die Schwänke, die ihr in dem Lazareth machtet, daß ich große Luſt hatte, mich als Midſhipman zu verklei⸗ den und Dir nachzukommen. Das würde eine prächtige Geſchichte gegeben haben. Aber ich dachte, Mama und Papa würden nicht ganz derſelben Anſicht ſein, und ſo unterließ ich es. Würde ich nicht einen ſehr hübſchen Knaben ſpielen, Edward?“
„Einen ſo hübſchen Jungen,“ erwiderte er lächelnd, „daß ich fürchte, Du würdeſt Dein Incognito nicht eine halbe Stunde bewahrt haben, namentlich mit dieſen langen Locken.“


