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„Meine liebe Emmeline, ſage mir, was Dich ſo guter Laune gemacht hat?“ fragte Ellen.„Vorige Woche warſt Du ſo traurig und die letzten drei Tage biſt Du ſo—“
„Wild, daß es Dich erſchreckt hat, Ellen. O, wenn Du nur den Grund wüßteſt.“
„Befriedige doch lieber ihre Neugier, Emmy,“ ſagte Mrs. Hamilton ſo bedeutungsvoll, daß Emmeline ſie ſofort verſtand.„Erzähle ihr ſo pvetiſch und ausführlich, wie Du willſt, was vor drei Tagen in dieſem furchtbaren Sturme ſich zugetragen hat. Niemand wird Dich unterbrechen, wenn Du nur Dich hüten willſt, nicht zu übertreiben oder Jemand in Unruhe zu verſetzen.“
Edward überließ ſeinen Stuhl ſeiner Coufine, und Em⸗ meline begann ſogleich mit einer höchſt lebhaften Schilderung des Sturmes, des Schiffbruchs und der Rettung. Und ſie wußte alle Namen ſo geſchickt zu umgehen, daß Ellen nicht die mindeſte Ahnung hatte, daß der Gerettete oder der Retter in irgend einer Beziehung zu ihr ſtänden, und ſo außerordent⸗ liches Intereſſe daran fand, daß ſie die Frage, die ihr zuerſt eingefallen war:„Was dies mit Emmelinens heiterer Laune zu thun haben könne?“ ganz aus den Augen verlor.
„Du willſt doch nicht ſagen, daß er ſeinen eigenen Vater rettete?“ ſagte ſie, als ihre Couſine eine Minute inne gehal⸗ ten, um Athem zu ſchöpfen.„Deine Erzählung iſt ſo ro⸗ manhaft, Emmy, daß ich kaum weiß, wie weit ich daran glauben ſoll.“
„Ich verſichere Dich, daß ſie ganz wahr iſt. Denke Dir nur, welche Gefühle mein junger Held und die Familie ge⸗ habt haben muß, der er den Vater und Gatten zurückgab!“
„Ich ſollte meinen, daß ſie ſo innig, ſo heilig ſein müſſen, daß man ſie ſich kaum vorſtellen kann, ſelbſt nicht mit einer lebhaften Phantaſie, Emmy.“
„Daß weiß ich nicht, Ellen, aber ich denke, ich kann ſie mir vorſtellen. Du magſt immerhin den Kopf ſchütteln und ein kluges Geſicht machen, aber ich will Dir bald beweiſen, daß ich es kann. Aber was denkſt Du von meinem Helden?“
„Ich möchte ihn kennen lernen und würde ihn ganz ſo


