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Erziehungs-Resultate : eine Erzählung für Mütter und Töchter / nach dem Englischen von Grace Aguilar
Entstehung
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Zweiunddreißigſtes Kapitel.

Vergebung.

Drei Tage nach Mr. Hamilton's Ankunft verſammelte ſich eine heitere Geſellſchaft in dem Toilettenzimmer ſeiner Gemah⸗ lin, das nach ſeiner eleganten Einrichtung— lauter Zeichen eines höchſt gebildeten Geſchmacks— eine höhere Benennung verdient hätte, aber Budoir— hatte Percy immer erklärt— paſſe nicht zu dem alten engliſchen Comfort von Oakwood, und er wolle kein franzöſiſches Wort haben, namentlich um das Zimmer ſeiner Mutter zu bezeichnen. Ellen ſaß auf dem Sopha und arbeitete, Edward, von dem ſie dachte, daß er erſt heute Morgen zurückgekehrt ſei, ſaß an ihrer Seite und las, Caroline und Emmeline zeichneten, die eine mit geringer, die andere mit gar keiner Luſt. Es ſchien, als wenn ſie nicht ſtill ſitzen könnten, und Miß Harcourt blickte oft erſtaunt von ihrem Buch und Mrs. Hamilton von ihrer Arbeit auf, wenn ſie ihre Scherze ſprudeln und Bruchſtücke aus alten Volksliedern ſingen hörten.

„Emmeline, ich kann nicht zeichnen,“ rief Caroline endlich aus,„Du machſt den Tiſch ſo unruhig, wie Du ſelbſt biſt.“

„Warum kannſt Du nicht ſagen, daß er von einer un⸗ widerſtehlichen Sympathie bewegt ſei? Es iſt höchſt ſonder⸗ bar, daß Du immer noch ſo proſaiſches Zeug ſprechen kannſt, während ich Alles thue, was in meinen Kräften ſteht, um Dich poetiſch zu machen.“ ˙

„Aber worüber ſoll ich jetzt poetiſch geſtimmt ſein, Emmeline? Ueber den Tiſch oder über Dich ſelbſt? denn ihr ſeid die beiden einzigen Gegenſtände, die gegenwärtig in Betracht kommen, und ich kann wirklich in Beiden nichts Poetiſches ſehen.“

„Auch nicht in mir, Lina?“ erwiderte Emmeline ſchel⸗ miſch, indem ſie ſich niederbeugte, ſo daß ihr Geſicht anſtatt des Modelles einer ſehr hübſchen kleinen Marmorfigur vor ihrer Schweſter ſtand.„Wenn Du nicht das entſchiedenſte