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Erziehungs-Resultate : eine Erzählung für Mütter und Töchter / nach dem Englischen von Grace Aguilar
Entstehung
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nen, wiewohl ich es kaum fühlte, außer daß mir das Blut über das Auge tröpfelte und mich faſt blind machte, wo ich meine ganze Sehkraft und alle meine Sinne brauchte; aber heut Morgen hat Mr. Howard ſo viel Gerede darum ge⸗ macht, daß ich wirklich denke, es muß etwas ganz Groß⸗ artiges ſein.“

„Aber weßhalb verſteckteſt Du Dich denn, Ned?“ fragte Emmeline, deren ganze Munterkeit zurückgekehrt war.

Ihr Couſin zauderte und erröthete bis an die Schläfe. „Es war Furcht, Emmeline, bloſe Furcht.“

„Furcht?“ wiederholte ſie lachend,„vor was? Vor all den Kobolden und den Geiſtern der Winde und Wellen, deren Zorn Du herausgefordert, indem Du Dich ihnen zu widerſetzen wagteſt? Unſinn, Edward! Das wirſt Du mich nie glauben machen.“

„Weil Du mich nicht kennſt,“ antwortete er mit über⸗ raſchendem Ernſt.„Wie kann Deine ſanfte Natur die Widerſprüche der meinen verſtehen? Oder wie kannſt Du, die Du Deinen Vater ſo ſehr liebſt, wie er es verdient, Dir die Furcht, den Glauben an ſeine mitleidloſe Härte gegen jugendliche Vergehungen denken, den ich von Jugend auf einſog? Er hielt, er hält mein Schickſal in den Händen, von ihm hing Verzeihung oder Verſtoßung ab, wie konnte ich ihm da ruhig begegnen? Emmeline! Wenn ich ſittlich ſo brav geweſen wäre, wie ich phyſiſch muthig ſein mag, ſo würde ich nichts zu fürchten, nichts zu verbergen gehabt haben. Wie die Sache einmal ſteht, Onkel Hamilton, handle, entſcheide, wie Du gethan haben würdeſt, wenn ich nicht das unverdiente Werkzeug geweſen wäre, Dich zu retten, es wird das Beſte für mich ſein.“ Und indem er raſch aufſtand, verließ er das Zimmer, ehe Jemand antwor⸗ ten konnte.

„Aber Du wirſt ihm verzeihen, Papa! Du wirſt es noch einmal mit ihm verſuchen, und ich bin überzeugt, er wird auch ſittlich brav ſein,“ bat Emmeline. Ihre Schweſter und Miß Harcourt ſchloſſen ſich ihren Bitten und ihrem Glauben an, und Mrs. Hamilton ſah ihrem Gatten in's Geſicht, ohne