36 Dienſte vertraulicher Natur, die er der Regierung an aus⸗ wärtigen Höfen geleiſtet hatte, ſo ausgezeichnet, daß er zum Vicomte erhoben werden ſollte. Die königliche Botſchaft traf ihn auf dem Todtenbett und wiewohl er die angetragene Ehre ablehnte, ſo wurde das den natürlichen Gefühlen eines Sterbenden zugeſchrieben, der die gänzliche Nichtigkeit aller irdiſchen Ehren erkannt hätte, und der Titel wurde großmü⸗ thigerweiſe ſeinem Sohne angetragen. Aber Arthur Hamilton war nicht vergebens der Zögling und Freund ſeines Vaters geweſen. Mit ruhiger Würde erklärte er, daß er weder einen Anſpruch noch ein Erbrecht auf die Belohnung der Dienſte ſeines Vaters habe, und er dankte ehrfurchtsvoll der Regie⸗ rung für die beabſichtigte Ehre, lehnte ſie aber entſchieden ab, da der Name ſeines Vaters ſein liebſtes Erbe ſei.
Natürlich wurde dieſer ganz außerordentliche Entſchluß in der faſhionablen Welt hin und her beſprochen, fand aber dort ſehr wenig Billigung, weil er aus viel edleren Empfin⸗ dungen entſprang, als die Welt begreifen konnte. Von Vie⸗ len wurde er für wahnfinnig gehalten, Andere meinten, daß er von einem tieferen Beweggrunde veranlaßt ſei, der ſchon eines Tages an's Licht kommen werde, von Allen aber wurde er mit Neugier, von einigen Wenigen mit inniger, herzlicher Bewunderung betrachtet, und dieſen Letzteren gehörte nicht nur Emmeline Manvers, ſondern auch ihr Vater an, der, wiewohl er ſchwach und unentſchieden war, eine ehrenhafte Unabhängigkeit bewundern konnte, trotzdem, daß es ſeinen Freunden gelang, ihm zu beweiſen, daß in dieſem Falle viel Ueberſpannung liege.
Arthur Hamilton war ein Geſtirn, das Aufſehen machte. Es war Eleanor Manvers ziemlich gleichgültig, warum oder weshalb. Sie beſchloß aber ihn zu erobern und an ſich zu feſſeln, wie bereits zahlloſe Andre, die das Opfer ihrer Reize geworden waren. Selbſt ſeine Zurückhaltung beſtärkte ſie in ihrem Vorſatz, und die Schwierigkeit befeſtigte ſie nur in ihrem Entſchluß; doch ſie bemühte ſich vergeblich. Zum er⸗ ſten Male wurden ihre Künſte vereitelt, und ſie hatte dem⸗ nach einen Widerwillen gegen ihn, der ſich zum wahrhaften
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