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Erziehungs-Resultate : eine Erzählung für Mütter und Töchter / nach dem Englischen von Grace Aguilar
Entstehung
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Haß ſteigerte, als ihr endlich klar wurde, daß er die Geſell⸗ ſchaft ihrer Schweſter ſuchte und ſich gern mit ihr unterhielt, weshalb ſie derſelben mit aller Heftigkeit verſchmähter Liebe Heuchelei und ein heimliches Verhältniß zum Vorwurf machte. Emmeline ertrug den Sturm ruhig, denn ihr Gewiſſen ſprach ſie vollkommen frei. Arthur Hamilton war ihr allerdings nicht gleichgültig, aber ſie hatte ſich alle Mühe gegeben, ihre Liebe zu unterdrücken, denn ſie hatte gehört, daß er noch immer den Verluſt einer Geliebten betraure, mit der er viele Jahre verlobt geweſen war. Es erfüllte ſie daher mit dank⸗ barer Freude und ſie fühlte ſich unendlich glücklich, als er ihr ſechs Monate nach ihrer erſten Bekanntſchaft die ſchwere Prüfung, die er erlitten, erzählte und damit ſchloß, daß er ſie fragte, ob ſie wirklich ein Herz annehmen könne, welches eine Andere ſo geliebt, das aber nun ganz das ihrige ſei und daß er ſich glücklicher fühle, als er jemals geglaubt hätte werden zu können. Die Offenheit ſeines Geſtändniſſes

erhöhte das Gefühl der Hochachtung, das er ihr bereits ein⸗

geflößt hatte, und zum großen Vergnügen und zum nicht geringen Stolze des Lord Delmont vermählte ſich ſeine ältere Tochter, die von der Koterie der Lady Lascelles ſo ver⸗ nachläſſigt und viele Jahre lang als bloſe Folie für die Schönheit und das Talent ihrer jüngeren Schweſter ange⸗ ſehen worden war, noch vor ihrem zwanzigſten Jahre mit einem Manne, der, wiewohl ſeine erhabenen Grundſätze als romanhaft verlacht worden waren und wiewohl ſeine un⸗ beugſame Rechtſchaffenheit und ſeine Verachtung der Ver⸗ gnügungen, die nur zu oft das einzige Beſtreben der Reichen bilden, ihm den Vorwurf excentriſcher Strenge zuzogen, dennoch geſucht war, da eine Verbindung mit ihm von allen Familien, die heirathsfähige Töchter hatten, für eine höchſt wünſchenswerthe Partie gehalten wurde.