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Erziehungs-Resultate : eine Erzählung für Mütter und Töchter / nach dem Englischen von Grace Aguilar
Entstehung
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Stand, nicht nur die beſtändigen kleinen Leiden des Hauſes, ſondern auch die ſchwere Prüfung zu ertragen, die ihr durch den Tod der Mrs. Harcourt auferlegt wurde, gerade als ſie unter ihrer mütterlichen Leitung in die Welt eintreten ſollte, und als ſie ſich von ihrem Bruder trennen mußte, der ſie zwei Monate ſpäter verließ, um ſeinen Lieblingswunſch, zur See zu gehen, zu erfüllen. Mit achtzehn Jahren alſo wurde Emmeline Manvers die Gebieterin in ihres Vaters Hauſe, und ſie hatte nicht nur allein ihren Verluſt zu verſchmerzen — wofür Lord Delmont, wiewohl er Mrs. Harcourt auf⸗ richtig achtete, keine Theilnahme empfinden konnte und wo⸗ durch ſich Eleanor nach dem erſten Schrecken und nach einer augenblicklichen Reue über ihr Benehmen gegen eine ſo treue Freundin, wenn ſie ſich auch nicht darüber freute, ſo er⸗ leichtert fühlte, daß ſie über Emmelinens ſtillen Schmerz ärgerlich war— ſondern auch die Trennung von ihrem Bru⸗ der, und es fielen ihr alle die Sorgen und Unannehmlichkeiten einer ſtrengen Oeconomie im Hauſe zu, die es möglich mach⸗ ten, eine Stellung in der Geſellſchaft zu behaupten, ohne daß auch nur die Nothwendigkeit ſparſamer Einrichtung ge⸗ ahnt werden durfte. Dieſe Rückſicht auf den äußeren Schein ſchmerzte Emmeline. Nicht, daß Lord Delmont des äuße⸗ ren Scheins wegen über ſein Einkommen hinausging, aber immerhin mußte mancherlei verheimlicht werden, was ſeine Tochter nicht ertragen konnte. Aber ſie wußte, daß ſie in die⸗ ſer Beziehung noch weniger, als in irgend einer andern auf Theilnahme rechnen konnte, und ſo widmete ſie alle Kräfte ihres gereiften und wohlerzogenen Geiſtes der Beſſerung des Uebels, ſoweit es in ihrer Macht lag, und in dem Jahre, welches ſie auf dringende Bitten noch in ſtiller Zurückgezo⸗ genheit bleiben durfte, ehe ſie in die Welt eintrat, war Lord Delmont erſtaunt über den größeren Comfort, welcher in ſeinem Hauſe herrſchte. Er hatte Mrs. Harcourt niemals mit ſeinen häuslichen Angelegenheiten behelligt, da er glaubte, daß er ſie ſelber leite, während er in Wirklichkeit vollſtändig von ſeiner Haushälterin beherrſcht wurde. Mrs. Harcourt hatte dies geſehen und beklagt, und hatte Emmeline zu unter⸗ 3