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Worte von himmliſcher Hoffnung, von Frieden und Ver⸗ zeihung ſie beruhigen konnten, aber ſie thaten es zuletzt. Solche entſetzliche Ausbrüche kehrten in immer längeren Zwiſchenräumen wieder und hörten zuletzt ganz auf, da es ihr endlich vergönnt war, ſich den Fügungen des Himmels zu unterwerfen und ihr Vertrauen auf Gott zu ſetzen. Wie⸗ wohl Mrs. Hamilton ſechs Wochen in Langwillan bleiben mußte, ſo ließ doch ihre aufopfernde Pflege ihrer Schweſter ſie nur gelegentlich dazu kommen, die Kinder, die ſo bald ihrer Sorge anvertraut werden ſollten, näher zu beobachten. Daß Edward ſehr einnehmend war und ihre Liebe ſogleich gewann und daß Ellen keine Aehnlichkeit mit irgend einem Kinde hatte, das ihr bisher vorgekommen war, mußte ſie allerdings ſehr bald fühlen. Aber es lag nicht in ihrer Weiſe, nach dem bloßen Gefühl zu entſcheiden; ihre gegenwärtige ſchmerzliche Aufgabe ließ ſie nicht dazu kommen, ſich viel mit ihnen zu beſchäftigen, höchſtens konnte ſie durch freundliche Beachtung ihr Vertrauen und ihre Liebe zu gewinnen ſuchen. Edward war durch die Krankheit ſeiner Mutter und die Ge⸗ genwart ſeines Onkels, außerdem aber im Augenblick durch ſeine völlige Ungebundenheit jede Neigung benommen, unge⸗ horſam zu ſein oder ſeinen Eigenſinn zu zeigen, und Mr. und Mrs. Hamilton fühlten Beide, daß er weniger Fehler habe, als es gewöhnlich die Folge von unbeſchränkter Nachſicht ſei. Ob Ellen's außerordentliche Aufmerkſamkeit auf ihre Mutter, ihre ſtumme, aber immer bereitwillige Hilfe, wenn ihre Tante derſelben bedurfte, aus bloſem, kaltem Pflichtgefühl her⸗ komme oder wirklich aus einem liebevollen Herzen entſpringe, konnte Mrs. Hamilton nicht mit Sicherheit entſcheiden. Ihre Schweſter hatte ihre Vorliebe für Edward eingeſtanden, daß aber eine Mutter ihre Vernachläſſigung und Unfreundlichkeit in einem ſolchen Grade hätte zeigen können, daß das kalte Aeußere, welches ſie ſah, die Folge ſein mußte, ſchien ihr der Mutterliebe ſo ſehr zu widerſprechen, daß ſie es ſich wirklich nicht denken konnte. Sie konnte an die Möglichkeit glauben, daß ein Kind dem andern vorgezogen, aber nicht, daß das Eine gänzlich vernachläſſigt und wirklich hintangeſetzt werden


