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Erziehungs-Resultate : eine Erzählung für Mütter und Töchter / nach dem Englischen von Grace Aguilar
Entstehung
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ſo ſchmerzlicher zu ſehen waren, je weniger es ihr phyſiſch möglich wurde, ſie zu bekämpfen.

Ein kleines Mädchen zwiſchen zehn und elf Jahren ſaß auf einem niedrigen hölzernen Stuhle, halbverhüllt durch den Bettvorhang, und nähte einige glänzende, goldene Knöpfe an ein blaues Jäckchen. Es ſchien eine ſchwere Arbeit für dieſe kleinen zarten Hände, aber ſie ſah von ihrer Arbeit nicht auf, bis ſie durch die nur zu bekannten Seußzer ihrer Mutter aufgeſcheucht wurde, und als ſie dann ihr Köpſchen erhob und die ſchweren und etwas in Unordnung gerathenen Locken zurückwarf, ſchien ſie zuerſt aufſpringen und die Kranke be⸗ ruhigen zu wollen, aber ſogleich folgte ein traurigerer Aus⸗ druck in ihrem Geſicht und ſie blieb einige Minuten ſitzen, ohne ſich zu regen. Endlich als Mrs. Fortescue vor Thrä⸗ nen faſt zu erſticken ſchien, beugte ſich das Kind ſanft über ſie und ſagte ſehr ſchüchtern:Liebe Mama, ſoll ich Frau Morgan rufen oder kann ich Etwas für Dich thun? und ohne eine Antwort abzuwarten, nachdem die erſte Frage är⸗ gerlich verneint worden war, hielt ſie ihrer Mutter ein Glas Waſſer an die Lippen und benetzte ihr die Stirn. Nach eini⸗ gen Minuten kam Mrs. Fortescue ſoweit wieder zu ſich, um fragen zu können, wo Edward ſei.

Er iſt an den Bach gegangen, um ſeine kleine Fregatte vom Stapel zu laſſen, und er bat mich, dieſe Knöpfe an ſein Jäckchen zu nähen, damit er wie ein Matroſe ausſähe. Ich denke nicht, daß er noch lange ausbleiben wird.

Mrs. Forteseue antwortete nicht, doch ſprach ſie die Ge⸗ danken aus, welche ſie ſo ſehr gequält hatten, und das kleine Mädchen, nachdem es lange mit ſeiner Schüchternheit ge⸗ kämpft hatte, erlaubte ſich endlich zu ſagen:Aber warum fürchteſt Du ſoviel für Edward? Jedermann liebt und be⸗ wundert ihn, das werden alſo auch Onkel und Tante thun.

Vielleicht Deine Tante, aber ſie wird ihn nicht lieben und nicht ſoviel Nachſicht mit ſeinen kindiſchen Fehlern haben, wie ich es gethan, und Dein Onkel iſt ein ſo harter, rauher Mann, daß ich wenig Hoffnung habe, daß er mit meinem armen Edward Geduld haben werde. Und er iſt ſo offen und