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deſſen Aehnlichkeit mit ihr ſo außerordeutlich war, daß es faſt eine zu weibliche Schönheit geweſen wäre, ohne den ſtrahlenden, lebhaften Ausdruck jedes Zuges und die männ⸗ liche Kraft, welche jede ſeiner Bewegungen bezeichnete. Daß er der Liebling ſeiner Mutter war, konnte nicht gerade Wun⸗ der nehmen, denn die verſchwenderiſche Nachſicht, die er von Geburt an gefunden hatte, war noch nicht im Stande ge⸗ weſen, ſeine zärtliche Liebe zu ſeiner Mutter zu erſchüttern oder ihr Glück durch den Anblick der Fehler zu ſtören, die ihre Schwäche erzeugt hatte. Er war zärtlich, offenherzig, edelmüthig und machte ſie immer zum erſten Gegenſtande ſeiner Liebe, und vielleicht würde ſelbſt eine ſcharfſichtigere Mutter nichts zu fürchten, ſondern Alles nur zu lieben ge⸗ funden haben. Seine ſchrankenloſe Leidenſchaft, ſein hoch⸗ müthiger Stolz und ſein unbezähmbarer Eigenfinn gegen Alle, ſie ausgenommen, vermehrten nur ihre Liebe, und wenn er bei ihr war, was allerdings ſehr oft der Fall war, wiewohl ein Krankenzimmer ihm gänzlich widerſtrebt haben würde, wenn es nicht gerade ſeine Mutter bewohnt hätte, war Mrs. Forteseue wirklich glücklich. Aber es war ein Glück, das ihre Leiden nur ſteigerte, wenn ihr Sohn abweſend war; mochte ſie es vor ſich verbergen, wie ſie wollte, die Wahrheit drängte ſich ihr immermehr auf, daß ſie am Tode lag und daß ſie ihren Liebling der Sorge allerdings von Verwandten, die aber ihm gänzlich fremd waren und die ihn gewiß nicht ſo behandeln würden, wie ſie es gethan hatte, überlaſſen müßte. Sie wußte, daß Splitterrichter, wie ſie ihre Schweſter und deren Gemahl zu bezeichnen beliebte, ernſtliche Fehler an ihm finden würden, während ſie dieſelben als Tugenden be⸗ trachtete, und vor Schmerz um ihn und vor Furcht vor Dem, was er zu erdulden haben würde, netzte ſie ihr Kiſſen mit heißen Thränen und ihr zarter Körper bebte krampfhaft.
An dem erwähnten Tage war er etwas länger als ge⸗ wöhnlich aus dem Hauſe geweſen, und gegen Abend erwachte Mrs. Fortescue aus einem unruhigen Schlafe, um ihren Gedanken nachzuhängen, bis dieſelben ihre gewöhnliche Wir⸗ kung, Thränen und Seufzer, hervorgebracht hatten, die um


