größer, als die unfrigen. Wie können ſie aber hin⸗
ein kriechen? that man wieder die Frage, und der Lügner, der verſtummen mußte, ward beſchämt.
Wie das Verdienſt, ſo der Lohn.
Ein Amtmann, der mit ſeinem Edelmanne den Bauern wacker die Haut abzog, kam endlich doch ein Mahl in ſeines Herrn Ungnade, und verlor ſeinen Dienſt. Um ein neues Amt zu ſuchen, ging er jetzt in der Gegend zu Fuß umher, und begegnete einem
Landmanne, den er bath, daß er ihn über den Bach⸗ an dem er ſchon ſtand, tragen möchte. Der Bauer, welcher noch nicht wußte, daß der Amtmann ein
Vertriebener ſey, gehorchte aus Reſpekt, und trug
den Wanſt auf dem Rücken bis in die Mitte des Baches, wo er ſtillſtand, und ſeine belebte Laſt fragte, wohin denn der geſtrenge Herr Amtmann wolle? Ich ſehe mich um einen neuen Dienſt um, antwortete er. Aiſo ſeyd ihr nicht mehr bey dem Edelmanne, fiel dem Amtmanne der Baner in die Rede. Nein, war die Antwort— So mag dich der Teufel tragen, rief der Bauer, warf ſeine Laſt in den Bach, und lief davon.
Anekdote.
Zwei vornehmen Römern wurde ein Gemählde
des berühmten franzöſiſchen Mahlers Le Brun gezeigt. Dieſem zur Seite ſtanden zwei Meiſterſtücke von Ra⸗ phael und Paul Veroneſe. Als man nun einen dieſer Römer fragte, was er von dem Gemählde des Le Brun halte, gab erzur Autwort: Es iſt ſchön, aber es hat zwei ſchlimme Nachbarn. Jetzt führte
man den Römer in ein anderes großes Zimmer, in
dem mehrere vortreffliche Gemählde waren. Unter
andern ſah man ein Tableau, das einen Spring⸗
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