Teil eines Werkes 
2. Theil (1818)
Entstehung
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ter Zeus einen Brautführer abgegeben müſſe, und

warf dem Erdboden vor, daß er ein ſchlechter und verwerflicher Kerl ſey, weil ihn Menſchen und Vieh mit Füßen treten, und weil er keine andere Speiſe als Koth und Unrath erhalte. Ich bin, erwiederte die Erde, mit meinem niedrigen Stande zufrieden,

und verſehe Menſchen und Vieh mit der nöthigen

Nahrung. Du biſt freylich eines höhern Standes, allein tauſend Ungemächlichkeiten unterworfen. Der König Alfonſo von Arragonien pflegte zu ſagen, daß die Eſel viel glücklicher als die Konige wären; denn dieſen werde die Laſt zuweilen abgenommen, den Königen aber nie.

Der liederliche Student,

Ein Student koſtete ſeinen Aelten ein hübſches Sümmchen Geld, ohne in den Studien auch nur die geringſten Fortſchritte gemacht zu haben. Man ermahnte ihn, daß er mit geringeren Speiſen vorlieb nehmen, und nicht immer Kapaunen und Rebhüh⸗ ner eſſen ſollte. Mir befahl mein Vater, gab der Student zur Antwort, daß ich wohlfeile Speiſen eſſen ſollte; in dieſer Rückſicht laſſe ich mir Geflügel vor⸗ ſetzen, das nicht ſo theuer als ein Ochſe iſt. Als dieſer Student einſt am Camine ſaß, und ununter⸗ brochen Holz auflegte, ſagte er zum Feuer: Du wil⸗ der Vieifraß, biſt ſo grob und undankbar, verzeh⸗ reſt das Holz, daß dich ernährt! Ey du Bachant! erwiederte das Feuer: Weißt du nicht, daß dieß meine Natur iſt. Was du thuſt, iſt Bosheit

Deinen guten Aeltern, die dich biöher ernährten,

frißt du durch deinen ſchlechten Lebenswandel das

Leben ab, und bringſt ſie vor der Zeit ins Grab.