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Gl auben, die Menſchen ſeyen, wie die Sonnen⸗ ſtrahlen, welche auch durch eine Pfütze gehen, und ſich nicht beſudeln. Wir haben ja nicht die Natur einer Roſe, welche in der Anweſenheit eines ſtinken⸗
den Knoblauchs den Geruch nicht verliert.— Die
warmen Bäder haben gemeiniglich einen Geruch von
Schwefel, KFalk und derley; nicht, weil das Waſ⸗
ſer von Natur ſo iſt, ſondern weil es durch ſolche Orte unter der Erde fortgeht, wo ſich derley Mi⸗ neralien befinden.
Die Bitte des Mondes an Zeus.
Der Mond, welcher bey Vater Zeus Audienz nahm, beklagte ſich bey dieſem ſehr, daß er ſo we⸗ nig Achtung hätte, und zwar meiſtens darum, weil er nackt, und immer erſcheinen müſſe; er ſey doch dasjenige Geſtirn, welches einen großen Einfluß auf die Erde habe; als ein ſolches Weſen von Einfluß verlangte er ſtandesmäßig bekleidet zu werden. Zeus lachte Anfangs, gerieth aber zuletzt in Zorn, und brach in folgende Worte aus: Du erbärmlicher, wankelmüthiger Geſelle! Mir ſcheint, daß du ſelbſt ein Narr biſt, weil du Mondſüchtige und Halbnarren
machſt; deine Bitte zeigt es wenigſtens. Ich glaube,
die Schneider würden den Himmel beſtürmen, wenn ſie den Befehl erhielten, daß ſie dir ein Kleid machen ſollen. Wie iſt es aber auch möglich, dir ein Fleid anzumeſſen, da du bald krumm, wie eine Si⸗ chel, bald rund wie eine Zielſcheibe, bald fett wie ein Maſtſchwein, bald wieder ſo dürre wie ein Pi⸗ ckelhäring, überhaupt ein unbeſtändiger Narr biſt⸗ Die Bitte fand nicht Statt.
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