Teil eines Werkes 
1. Theil (1818)
Entstehung
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Bitterkeit, er mag auf Pflaumen liegen, ſo drückt

ihn doch das harte Gewiſſen; es mag der ſchönſte Tag ſeyn, ſo donnert doch das böſe Gewiſſen; es mag alles mäuschenſtill ſeyn, ſo ſchreit doch das böſe Gewiſſen. Das böſe Gewiſſen iſt ein Hund, der alle⸗ zeit bellt; ein Hahn, der immer kräht; eine Glocke, die immer läutet; ein Fluß, der immer rauſcht; eine Orgel, die immer pfeifft, ein Fuhrmann, der immer ſchnalzt; eine Küche, die immer raucht; ein Wagen, der immerknarrt; ein Puls, der immer ſchlägt.

Die Jugend.

Die Ingend gleicht ganz der Erde, wenn man ſorgfältig über ſie wacht. Da wird zwiſchen Tugend und Jugend, zwiſchen Kleinen und Kleinoden ein geringer Unterſchied ſeyn; mangelt dieß, ſo wird aus der Blume das Plumpe, aus der Narciſſe ein Narr, aus der Roſe ein Knopf; aus der Lilie ein Bengel⸗ und aus dem Veilchen ein Flegel.

Acridentien.

Mancher gibt vor, daß er eine kleine Beſol⸗ dung habe; allein die Accidentien tragen ihm etwas Ehrliches, mit denen er zuletzt doch zufrieden ſeyn gann. Wenn man mit den Leuten umgeht, wie der Gärtner mit dem Buchsbaum, ſo hat man Acci⸗ dentien⸗

Wenn man die Unterthanen ſchröpft, wie der Paber die Haut eines alten Weibes, ſo hat man

ſie auch.

Wenn man die Handwerker behandelt, wie die Beißzange die Hufnagel, ſo hat man Accidentien.

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