Wenn man ſein Amt treu verwaltet, wie die Katze, der die Speiſekammer anvertraut iſt, ſo hat man Accidentien.
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Wenn man die Ausgabe für die Herrſchaft mit einer längeren Elle mißt, als den Empfang, ſo hat man Accidentien.—
Wenn man Niemand weder Gehör gibt, noch den Zutritt verſtattet, es ſey denn der Opferſtock habe ſeine Viſite, ſo hat man auch Accidentien.
Ein Cavalier, der außer anderen Tugenden auch die Freygebigkeit beſaß, hatte einen Kammerdiener, der gerade das Gegentheil ſeines Herrn war; ein . Jeder, der von dem Letzteren etwas empfing, mußte 1* ihm meiſtens die Hälfte davon geben. Dieß hatte ein
ſchlauer Geſelle in Erfahrung gebracht, und weil er zu dem Cavalier nicht anders gelangen konnte, als er verſpräche dem Kammerdiener die Hälfte deſſen, was er empfangen würde, ſo that er es auch. Der Cavalter gab indeß dem Schlaukopf eine anſehnliche Beyſteuer.
Als er dieſe erhalten hatte, bath er ſich eine Gnade aus, die in dem beſtand, daß er(der Cava⸗ 5 lier) ihm eine Maulſchelle geben möchte; er würde 3 ſie, ſagte er, von einer ſo freygebigen Hand gern ertragen. Der Cavalier, welcher ſich lange gewei⸗ gert hatte, ihm dieſe Maulſchelle zu geben, willigte endlich doch in ſein Begehren, und gab dem ſchlauen Menſchen eine kleine, kaum empfindliche Maulſchelle. Als nun der Kammerdiener den mit Gnaden Begabten aus dem Gemache ſeines Herrn heraustreten ſah, ſiel er gleich über dieſen her, und drang auf die Er⸗


