Teil eines Werkes 
1. Theil (1818)
Entstehung
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unter dieſen drei Brüdern, wenn einer von uns ſich ſchuldig gäbe, und die Uebrigen ihn des Hochver⸗ rathes anklagten, und ſo die verheißene Summe zur Unterſtützung der armen Mutter erhielten. Der Vorſchlag wurde angenommen, und das Loos fiel . auf den jüngeren Bruder, der von den zwey Aeltern gebunden, zur Obrigkeit geführt, und angeklagt wurde. Der Richter verhörte ihn, verurtheilte ihn, nach ſeinem eigenen Geſtändniſſe zu dem tiefſten Kerker, und ließ den übrigen zwey Bruͤdern das ver⸗ heißene Geld auszahlen, das ſie mit gränzenlo ſer Freude der Mutter in den Schvos ſchütteten. Nun liebe Mutter, ſprach einer unter ihnen, haſt du paares Geld, und kannſt dir gütlich geſchehen laſ⸗ ſen, und wirſt keinen Mangel mehr leiden. Da er dieſes mit einer großen Aengſtlichkeit ſagte, arg⸗ wohnte die Mutter auf der Stelle, daß darunter was verborgen fey, und redete ihre Söhne ſo an: Ihr habt gewiß einen Raub oder Mord begangen, gottloſe Kinder! Wo iſt denn mein jüngſter Sohn? Pielleicht habt ihr dieſen aufgeopfert. Sie läugne⸗ ten ſo viel ſie konnten, und wollten von ihrem Bru⸗ der nichts wiſſen. Die Mutter bath, drohte und verlangte durchaus zu wiſſen, wo ihr jüngſter Sohn 3 ſey. Ich will lieber, ſagte ſie, in äußerſter Dürf⸗ tigkeit leben, als ein ungerecht erworbenes Geld be⸗ ſitzen. Um das Herz der Mutter nicht noch läunger in einer ſo peinlichen Ungewißheit zu laſſen, bekann⸗ ten ſie die That. Sie, die jetzt nicht wußte, ob ſie die überſchwengliche kindliche Liebe loben, oder die Hart⸗ herzigkeit gegen den aufgeopferten Bruber verdam⸗ men ſollte, ſtand ſtumm und gedankenlos da, und vrach erſt nach einer Weile in folgende Worte aus: 3 Was habt ihr g than, ihr Unmenſchen? Der Sim⸗ mel verhüte, daß ich mich mit meinem eigenen Blute . at Abraham 1.