Teil eines Werkes 
1. Theil (1818)
Entstehung
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gen habt, ſcheint für euch verloren zu ſeyn. Iſt die Matur ſo verwildert, daß der Brunnen nicht mehr

an ſeine Quelle, der Apfel nicht mehr an den Baum, die Wurzel nicht mehr an die Blume, der Topf nicht an den Töpfer, der Eſſig nicht mehr an den Wein, die Statue nicht mehr an den Bildhauer, das Kind nicht mehr an ſeine Aeltern denke?

Benedikt. Als dieſen Pabſt ſeine leibliche Mutter, von

andern Frauenzimmer prächtig bekleidet, beſuchte, wollte er ſie für dieſe gar nicht erkennen. Dieſe iſt nicht meine Mutter, ſagte er, meine Mutter trägt ein ſchlechtes Bauernkleid, dieſe hier iſt eine Dame, die ich gar nicht kenne. Beſchämt mußte die Mutter abtreten, und zum zweyten Male in einem ländli⸗ chen Anzuge erſcheinen. Als ſie in dieſem vor den Pabſt trat, rief er entzückt aus: Dieſe iſt meine Mutter, meine liebſte, meine theuerſte, meine leib⸗ liche Mutter; dieſer bin ich ſchuldig meine Liebe, meine Dankbarkeit zu zeigen. Er ſiel ihr jetzt in in Gegenwart ſeiner Hofleute, und eines zahlreichen Adels um den Hals, küßte ihr die Hände und er⸗ wies ihr alle kindliche Ehrfurcht.

Die Edelfrau in kapan.

Eine Edelfrau in Japan gerieth durch den Krieg in eine ſo große Noth, daß ſie ihr Brot betteln mußte. Ihre drey wackern und wohl erzogenen Söhne fühlten der Mutter Elend doppelt⸗ weil ſie nicht helfen konnten; berathſchlagten ſie ſich daher⸗ wie ſie ihr ein beſſeres Schickſal verſchaffen konnten. Es war zu eben dieſer Zeit, auf den Kopf eines Verbrechers der beleidigten Maieſtät eine anſehnliche Summe geſetzt. Wie ware es, ſagte der Aelteſte