Teil eines Werkes 
1. Theil (1818)
Entstehung
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Das Standbild des Theagenes. Dem Helden Theagenes, erzählt Plutarch, iſt,

um ihn zu verewigen, ein Standbild errichtet wor⸗

den. Ein neidiſcher Menſch, dem dieß in die Naſe roch, geißelte alle Nacht eine halbe Stunde die Sta⸗ tue Weil aber ein ſolches Bubenſtück nicht lange fortgeſetzt werden kann, und jede Arbeit ſeinen Lohn erhält, geſchah es, daß das Haupt der Statue während des Geißelns auf den Kopf des Thoren her⸗ abfiel, und dieſen zerſchmetterte.

Ibrahim⸗

Ibrahim, ein Mann von niederer Herkunft, der ſich durch Muth und Tapferkeit vom Bauern⸗ ſtande bis zum Groß⸗ Vezier emporſchwang, ward des Großherrn Soleyman Günſtling. Ehe er noch die Höchſte der Würden erſtieg, ſagte er zu ſeinem Kaiſer: Ich bitte Euere Hoheit mich zu keiner höheren Würde mehr zu befördern. Große Ehre erregt Reid und Mißgunſt; ich will lieber jetzt gleich ſterben, als dieſem ausgeſetzt ſeyn. Was Ibrahim befürchtete, geſchah. Seine Feinde, die ſeine Er⸗ höhung zum Groß⸗Vezier nicht ertragen konnten, machten ihn dem Soleyman ſo verdächtig, daß ihn dieſer im Schlafe ermorden ließ.

2 Die Aeltern. Tönen euch die ſuͤße Nahmen Vater und

Mutter nicht durch die fühlende Bruſt? Habet

ihr vergeſſen, daß euch euere Mutter mit Schmer⸗

zen gebahr, daß ſie euch ſäugte und nährte, und

liebend in den Schlaf wiegte? Ihr verdankt ihr eure Erhaltung, ihrer Sorgfalt verdankt ihr ſie. Das

vielfache Gute, was ihr von euerem Vater empfan⸗