Teil eines Werkes 
1. Theil (1818)
Entstehung
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Der Zorn.

Der ungariſche König Matthias Corvi⸗ nus ward über den Abgang einiger Feigen ſo er⸗ zürnt, daß er den Teller, worauf die übrigen lagen, zerbiß.

Als an einem Tage, an welchem der Kaiſer Cajus Caligula ein prächtiges Schauſpiel geben wollte, ein großes Ungewitter war, ergrimmte die⸗ ſer ſo ſehr, daß er mit frecher Stimme den Donne⸗ rer Jupiter zum Zweykampfe herausforderte. Wenn du Muth haſt, ſchrie der Thor, ſo wehre dich. Er war ſo ſinulos, daß er ſeinen Soldaten befahl, den mißgünſtigen Himmel mit Pfeilen zu beſchießen. Sie befolgten den Befehl des Raſenden, ſchoſſen ihre Pſeile ab, die gleich wieder herab fielen, und blutige Köpfe machten.

Als dem Kaiſer Rudolph II. ein Cavalier frühe

letztere von Ungefahr den Deckel von dem kryſtallenen Becher fallen, worüber der Kaiſer ſo erzürat war, daß er auch den Becher mit dieſen Worten zur Erde warf: Hat der Teufel den Sattel, ſo nehme er auch das Roß. Der kryſtallene Becher ward ſammt dem Deckel auf 400 Reichsthaler geſchatt.

Ein zorniger Narr beſtieg einen Baum, Wil⸗

darauf fand, wurde er ſo erzürnt, daß er laut auf⸗ ſchrie: Du verfluchter Baum, willſt keine Apfel mehr tragen, ſo trage Schelmen und Diebe. Er dachte nicht daran, daß er ſelbſt auf dem Baume ſtand⸗

Morgens Waſſer zum Waſchen brachte, ließ der

lens einige Früchte abzuſchütteln; da er aber keine 9 3