Teil eines Werkes 
1. Theil (1818)
Entstehung
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Das zänkiſches Weib. Salomo ſagt, ein zänkiſches Weib ſey wie ein triefendes Dach. Bey einem ſolchen gibt's nichts als lauter Tropfen, und was anders bey einem böſen zänkiſchen Weibe? Iſt nicht der Mann ein armer Tropf, der eine ſolche Haustrompete immer hören. muß? Iſt nicht das Geſinde zu bedauern, das bey einer ſolchen Megäre ſo viel zu ertragen hat? Nicht die armen Kinder, denen eine ſo bitterböſe Mutter zu Theil geworden?

Eine ſolche Hausglocke wurde krank und fiel einſt in eine Ohnmacht, die ſo lange währte, daß ſie die Arzte ſelbſt für todt hielten, weßwegen man ſie auch in einen Sarg legte, und zum Grabe trug. Als man mit der Leiche an das Ecke des Hauſes kam, ſtießen die unbehutſamen Träger an, und die Scheintodte erwachte zur Verwunderung aller An⸗ weſenden. Als ſie in einem Jahre darauf wirklich ſtarb, und der Leichnahm aus dem Hauſe getragen wurde, rief der befreyte Gatte den Trägern zu: Ich bitte euch um Gottes Willen, ſtoßet nicht mehr an; ich will euch reichlich belohnen!

Drei aufein Mahl.

Ein Student ging mit einer Flinte ſpazieren, und ſchoß auf ein Mahl einen Haſen, einen Fiſch und einen Vogel. Dieß trug ſich ſo zu. Nicht weit vom ufer jenſeits des Fluſſes erblickt der Student einen Haſen auf der Erde, zielt auf ihn, und ſchoß ihn nieder: während dieſes Schußes ſprang ein Fiſch im Waſſer auf, dieſen traf er auch, und zugleich eine Schwalhe, die eben auf dem Waſſer herum flatterte.

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5 6 3 48 . 5 1 § . * 7 6 f⸗ 3

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