Teil eines Werkes 
1. Buch (1863)
Entstehung
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Theater, der Gemäldegalerie und dem Dome, welchen Murrah's Handbuch als eine Sehenswürdigkeit anmerkt, nicht rauchen ſoll.

Die intereſſanteſten Perſönlichkeiten unter der Reiſe⸗ geſellſchaft, die ſonſt, wie geſagt, zum größten Theil aus engliſchen Damen mit blauſeidnen Fallſchirmen und eng⸗ liſchen Herren, auf den Bänken umherliegend und rauchend beſtand, waren ein junges, fein und ariſtokratiſch aus⸗ ſehendes Paar, welches die Aufmerkſamkeit der Uebrigen ſchon genugſam beſchäftigt hatte. Sie hatten geſtern den Tag lang auf einer Bank nebeneinander geſeſſen, immer Hand in Hand; ſie hatten immer leiſe mit einander ge⸗ ſprochen und ſich oft mit ſtillem Lächeln angeſehn. Sie hatten ſich mit Keinem von den andern Paſſagieren unterhalten; ſie waren höflich gegen Jeden geweſen, aber ſie beſchäftigten ſich nur mit ſich ſelber. Dann ſobald es dunkel geworden, waren ſie in ihre Kajüte gegangen; und jetzt, in der goldnen Morgenhelle, ſtanden ſie wieder dort, allein, abgeſondert von den Uebrigen, am Geländer des Schiffes. Die junge Dame war von mittelgroßer, äußerſt zierlicher Geſtalt. Ihr Geſicht, von einem feinen Zug des Leidens beſchattet, hatte etwas ungemein Feſſeln⸗ des, jenen rührenden Zauber der Zärtlichkeit und Liebe, welcher der ſchönſte Ausdruck im Geſicht eines Weibes iſt. Ihr ganzes Geſicht war Liebe, Hingebung, Demuth Alles für den Mann, an deſſen Arme ſie ſtand. Ihre dunkelbraunen Augen, wenn ſie dieſelben langſam und erröthend zu ihm aufſchlug, redeten eine Sprache, für welche jede andere zu arm iſt. Denn dier Liebe iſt ſchöpferiſch; und wie viel vermag das gute, ſchöne Auge

Straßenſängerin I. 14