kleinen Kirchthurm... Man mußte in wenigen Stunden das Reiſeziel erreicht haben.—
Die ganze Reiſegeſellſchaft des guten„Barons“ hatte ſich an Deck verſammelt, um der ſanften Kühle und Klarheit auf dem Strome zu genießen. Da waren eng⸗ liſche Damen mit Hüten von blauer Seide und einem rieſigen Fallſchirm davor, wie bei Badekutſchen. Wir erinnern uns dergleichen in England ſelbſt kaum geſehn zu haben. Es iſt, als ob die Engländer ſich blos zu Narren machen, wenn ſie den Continent bereiſen. Viel⸗ leicht haben ſie eine ſo profunde Verachtung für den
Continent, daß ſie glauben, ſie könnten es ſich auf keine
Weiſe bequem genug machen. Wer darum eine richtige Meinung von dem Engländer erhalten will, dem biedern, gemüthvollen, offenherzigen Engländer, der darf ſeine Bekanntſchaft nicht auf dem Continente machen. Der Engländer iſt er ſelber nur in ſeinem Hauſe; in der Fremde wird er ein Anderer. Da waren junge Männer, welche— ſo lang ſie waren— auf den Bänken lagen und ſich die Sonne ins Angeſicht ſcheinen ließen. Andre rauchten nach Herzensluſt. Rauchen iſt immer die erſte Freiheit, die der Engländer in der Fremde ſich heraus⸗ nimmt. Weil er daheim faſt nirgends und eigentlich niemals mit gutem Gewiſſen rauchen darf, raucht er draußen überall und immer. Er raucht beim Eſſen und raucht beim Trinken; rauchend ſitzt er im Wagen, der ihn ſeinem Hute bringt, und rauchend fährt er
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