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eines liebenden Weibes zu ſagen, für welches ſelbſt die Dichtkunſt keine Worte mehr hat. Eine ſanfte Farbe war über ihre Wangen gehaucht, ähnlich dem verhaltenen Glühen, das man zuweilen im Kelch einer weiſen Roſe ſieht. Kurz um den Kopf hingen ihr die ſchwarzbraunen Haare, von einem runden braunen Strohhütchen zuſam⸗ mengefaßt, an deſſen Rand eine feine Goldlitze ſchimmerte. Ihre Kleidung war modeſt und ſchmucklos; ſie trug ein ſchwarzes Seidenkleid und einen Mantel von dunkelgrauem Tuche, über welchen nach Hinten der dunkle Schleier ihres Hutes zurück geſchlagen war. Der Mann, in deſſen Arme der ihre lag, war ein wenig größer als ſie. Sein Geſicht hatte den Schnitt der engliſchen Ariſtokratie. Es war ein gutes und ein edles Geſicht; mit dunkel⸗ blauen Augen und wehmüthigen Lippen— ein ſchwär⸗ meriſches Geſicht von faſt durchſichtiger Zartheit... ſolch eines, wie es den Wunſch erweckt, wenn man ihm begegnet, daß der Sturm des Lebens die reine Klarheit ſeiner Züge niemals zerſtören möge. Beide waren noch ſehr jung; er konnte nicht viel älter ſein, als zwanzig Fahre, und ſie konnte kaum das achtzehnte erreicht haben. Man hielt ſie auf dem Schiffe für ein eben verheirathetes Paar, welches ſeinen Honigmond auf dem Continent verbringen wollte. Sehr vornehm mußten ſie auch ſein; das ſah man an ihren Geſichtern und ihrem Benehmen, ganz beſonders aber an dem dicken Bedienten, der mit ihnen reiſte. Solch einen digten Bedienten und ſo grob dabei, konnten nur ſehr vorſehme Leute haben. Stand doch der Kerl ſo breit und verdrießlich da, als ob alles


