Schiffsknechte,„wenn der Baron fährt, ſo gibt es gut Wetter. Verlaßt Euch darauf.“
Am Sonntag Morgen ſah es freilich nicht ganz ſo aus, als ob ſie Recht behalten ſollten. Indeſſen gingen ſie nicht von ihrer Anſicht ab: zogen ſich ihr Sonntags⸗ zeug an, blaue Jacken mit großen, blanken Knöpfen und weiße Hoſen, die ſo verſchwenderiſch geſtärkt waren, daß ihre ſteifen Kanten ſpitze Winkel bildeten; ſtopften ſich ihr Pfeiſchen und lagen von früh Morgens ocht Uhr an auf dem Schiffsgeländer, um die Paſſagiere zu erwarten. Dieſen gaben ſie auf ihre verzagten Fragen, ob man ſich denn wirklich mit einiger Sicherheit in See wagen konne, die herzhafteſten Antworten.„Bis wir in See ſind, Sir, haben wir das ſchönſte Wetter.“ Dies ſagten ſie Jedem, der ſie anredete; und dabei rauchten ſie ihr Pfeifchen, bis es hieß, das Anker ſollte aufge⸗ wunden und das große Strick vom Pfahl, an welchem es lag, eingezogen werden.
In der That, ſie hatten gut prophezeit. Sobald das Schiff ſich zu rühren begann, fing auch der Nebel an zu wanken. Man ſah, wie er ſich langſam theilte, und gleichſam nach beiden Seiten auseinanderſchob. Man war noch keine Stunde gefahren, da ſah man auch ſchon die erſten, ſchwachen, rothen Sonnenſtreifen, wie ſie durch die weichende Maſſe über dem dunklen Themſe⸗ ſpiegel zitterten; dann, je raſcher der„Baron“ durch die Schiffe und Böte dahinflog, deſto heller ward es über ihm und um ihn, und als endlich die Königin des Ta⸗ ges in aller Glorie hervortrat, da war London längſt verſchwunden, und von Oben lächelte ein blauer Him⸗


