Teil eines Werkes 
1. Buch (1863)
Entstehung
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mernden Cryſtallglocken hing aus der mit vergoldeten Schildern bedeckten Höhe herab, und dunkle Portraits mit ſchweren Rahmen umgaben die Wände.Dieſes iſt mein liebſtes Bild, dachte der alte Bill, indem er vor das lebensgroße Bild einer Dame trat, auf deren Antlitz ein milder Abglanz des Mondes ruhte. Es war ein ſanftes, liebes Angeſicht; mit dunklen Augen, mit langen braunen Locken lächelnd, aber traurig, ſehr traurig.Sie hat nicht viel gute Tage gehabt auf dieſer Welt, dachte der alte Bill weiter;ſie iſt rein und herrlich zum Himmel zurückgekehrt, aber ihr Wan⸗ del auf Erden war reich an Schmerzen und Kummer und Thränen. Ich will von keinem Menſchen etwas Schlechtes denken, am Wenigſten von meinem Herrn, aber dabei wanderte ſein Blick zu einem Bilde, welches neben dem der Dame im Halbdunkel hing. Es ſtellte einen Mann vor, mit röthlichen Haaren, ſo viel man unterſcheiden konnte, und ſtarren, blauen Augen; das Geſicht hatte etwas Hartes, Unerbittliches, Rohes, und über der breiten Bruſt erblickte man eine Ordenskette mit einem Schilde daran.Das iſt das Ebenbild der Tochter. Sie hat das Haar und die Augen vom Vater, und das Herz auch; ein recht hartes Herz, ſollte ich denken... Aber wo der junge Herr nur bleiben mag?

Der alte Bill ward ſehr ungeduldig. Jeden Augen⸗ blick horchte er auf, jeden Augenblick meinte er, nun aber müſſe er kommen. Ihm war, als höre er ein fernes Geräuſch. Er verließ das hochgewölbte Zimmer, ſtieg über die Stufen der Halle zum Portal nieder und

Stra Fenſängerin I. 3