Teil eines Werkes 
1. Buch (1863)
Entstehung
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Caſtlemere, dazumal noch Miß Jane wer würde dieſe beiden auch für Schweſter und Bruder halten? Aber Mylady Hazlewood ſchloß ihn in die Arme und die hellen Thränen liefen ihr über die Wangen, als ſie ſagte:George, die guten Menſchen müſſen ſich viel gefallen laſſen auf dieſer Welt. Die Tugend wird ver⸗ ſpottet und die Scheintugend trägt den Sieg davon. Aber laß Dich das nicht beirren, mein Junge; gedenke an das Ende, wie es in der Bibel heißt. Das ſagte Mylady; und jedesmal, wenn ich an Mylady denke, ſo fallen mir dieſe Worte ein.

Der alte Bill ward ungeduldig. Sein Pfeifchen war kalt, das Feuer war verlöſcht, das Punſchglas war leer. Er ſtieg die kleine Treppe aus der Küche empor, und trat in die große Halle. Der Mond ſchien voll durch die hohen Scheiben über dem Portal. Die Mar⸗ morſäulen glänzten und auf dem reichen Teppich, wel⸗ cher die Flur bedeckte, wechſelten Licht und Schatten.

Todtenſtille herrſchte in dem großen prächtigen Gebände.

Die Wanduhr pickte jetzt ſchnarrte es in dem mäch⸗ tigen Kaſten jetzt vier raſche Schläge und ein lang⸗ ſamer dumpfer, welcher in dem weiten, hohen, dämmri⸗ gen Raume mälig verhallte. Es war ein Uhr. Noch

kein Tritt draußen in der Einſamkeit des ſchweigenden

Square's; noch kein Wagen. Er trat in das hochge⸗ wölbte Speiſezimmer. Die Thüre ſtand offen und durch

die breiten Fugen der Spalten drang das Dämmerlicht des Mondes herein. Ein maſſiver Mahagonhtiſch ſtand

in der Mitte; geſchnitzte Seſſel, hochgepolſtert, rings⸗ umher. Ein bronzener Kronleuchter mit bläulich flim⸗